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Die Allee des Jahres 2018 ist eine Spitzahorn-Allee in Brandenburg

Archivmeldung vom 19.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
1. Platz: Ahorn-Allee im Herbstzauber
1. Platz: Ahorn-Allee im Herbstzauber

Bild: Dietmar Olonscheck / BUND

Die Allee des Jahres 2018 ist eine drei Kilometer lange Spitzahorn-Allee im Landkreis Barnim in Brandenburg. Sie liegt zwischen den Ortschaften Rüdnitz und Danewitz. Das Gewinnerfoto "Spitzahorn-Allee im leuchtenden Herbstkleid" von Dietmar Olonscheck wurde aus insgesamt 146 Einsendungen als Sieger gekürt. Eine Jury des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aus verschiedenen Bundesländern hat die Allee mit Bäumen mit bis zu drei Metern Umfang im Rahmen des bundesweiten Fotowettbewerbs zur Allee des Jahres ausgewählt.

"Die Allee zeigt Gleichmäßigkeit aber auch Individualität, Ebenmaß und Charakter des einzelnen Baumes. Die majestätisch erscheinende Ahorn-Allee ist ein großartiger Schmuck für die Straße", begründet die Jury ihre Auswahl. Im Bundesland Brandenburg sind die meisten Alleen in Deutschland zu bewundern. Aber auch hier ist der Erhalt der Alleenlandschaft nicht selbstverständlich. "Der BUND macht mit der Auszeichnung der Allee des Jahres auf die kulturhistorische und ökologische Bedeutung der heimischen Alleen aufmerksam", sagt Katharina Dujesiefken, BUND-Expertin für Baum- und Alleenschutz. "Wie die Jury erst später erfuhr, machte die Allee auf dem Siegerfoto vor einigen Jahren schon einmal Schlagzeilen. 2007 sollten sämtliche Bäume gefällt und die Straße grundhaft ausgebaut werden. Eine gerichtliche Entscheidung hatte damals die Fällung verhindert."

Preisträger Dietmar Olonscheck erinnert sich an die Situation, in der das Foto entstand: "An einem Herbsttage mit herrlichem Wetter fuhr ich mit dem Fahrrad diese Allee entlang. Es war ruhig hier, nur der Wind rauschte in den Baumkronen. Diese Ruhe wurde nur ab und zu durch ein vorbeifahrendes Auto unterbrochen. Warum soll eine solche Straße zwischen zwei Dörfern verbreitert werden? Kann ein solches Verhältnis zwischen Nutzen und angerichtetem Schaden optimal sein?" Über weite Strecken bildet die Allee mit den etwa 120 Jahre alten Bäumen auf beiden Seiten geschlossene Baumreihen. Aus ökologischer Sicht sind die Bäume besonders für Höhlen bewohnende Insekten und Höhlenbrüter von immenser Bedeutung. Doch ein Ausbau der Straße ist weiterhin im Gespräch.

Der zweite Preis des Alleenwettbewerbs geht nach Rheinland-Pfalz. Das Bild "Spaziergang im Frühling", das von Dieter Rockser eingereicht wurde, zeigt eine vier Kilometer lange Allee blühender Wildkirschen zwischen Roderbirken und Roderhof. Zwei ältere Herren spazieren in ein Gespräch vertieft durch die frühlingshafte Farbenpracht der Allee. Der dritte Preis geht an Markus Lenk aus Bayern für sein Foto "Allee in Bisdamitz auf Rügen". Die Straße wurde erst kürzlich ausgebaut und doch sind alle Bäume erhalten. Das Foto zeigt, wie die Allee harmonisch die Straßenwindungen begleitet und den Blick zum Licht leitet.

In diesem Jahr gab es im Fotowettbewerb außerdem einen Sonderpreis. Er geht an Eckhard Wolfgramm für sein Foto "Einbruch der Nacht auf der Landstraße Werder - Altentrepow". Das Foto zeigt den Gegensatz zwischen den organischen Formen der Alleebäume und den starren Formen der Windkraftanlagen. Damit wird die Bedeutung der Alleen für das Landschaftsbild in besonderer Weise dargestellt.

Quelle: BUND (ots)

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