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Protestaktion vor dem Berliner Reichstag: Mit Massentötung von Hunden verstößt Rumänien gegen EU-Tierschutzrecht

Archivmeldung vom 13.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.
Bild: Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.

Am Montag, den 16. September, veranstaltet der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) vor dem Reichstag in Berlin eine Protestaktion gegen Rumänien. Das Parlament beschloss trotz internationaler Proteste am 10. September ein Gesetz, das die flächendeckende Tötung aller herrenlosen Hunde zulässt.

Seitdem ein vierjähriger Junge am 2. September nach ersten Meldungen durch Hundebisse zu Tode gekommen sein soll, haben Medien und Politiker eine beispiellose Gewaltwelle gegen Straßenhunde losgetreten. Doch bereits kurz nach dem tragischen Vorfall wurden Zweifel an der öffentlichen Darstellung laut. Möglicherweise sei das Kind einem Verbrechen zum Opfer gefallen; der rumänische Politiker und Europaparlamentarier Corneliu Vadim Tudor sagte der rumänischen Zeitung "DC News" aktuell, es gebe Hinweise, dass der Junge vergewaltigt und getötet wurde, bevor die Hunde hinzukamen. Wie Augenzeugen - gebürtige Rumänien, die in diesen Tagen kurze Reisen zu ihren Verwandten in ihre Heimat unternahmen - schockiert berichten, spielen sich in der Hauptstadt fürchterliche Szenen ab: Hunde werden auf unvorstellbar grausame Weise gemartert, Tierfreunde, die einschreiten wollen, bedroht und Tierschützer, die das Straßenhundproblem durch Kastrationsprojekte dauerhaft lösen wollen, als "die einzig Schuldigen" beschimpft.

Der bmt fordert Rumänien auf das Gesetz umgehend zu stoppen und Kastrationen von Straßenhunden durchzuführen. Gleichzeitig erwartet die Tierschutzorganisation, die seit Jahren Kastrationsprogramme in Rumänien initiiert, von der Europäischen Kommission Schritte gegen den Mitgliedsstaat Rumänien, der mit der geplanten Massentötung von Tieren gegen EU-Tierschutzrecht und sein eigenes Tierschutzgesetz verstößt.

Claudiu Dumitriu, ein bekannter (deutschsprachiger) Tierrechtler aus Rumänien, steht den Medien am Montag exklusiv für eine authentische Berichterstattung über die aktuellen Ereignisse in Bukarest zur Verfügung. Dumitriu dokumentiert für den bmt in seinem Heimatland Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und bringt sie zur Anzeige.

Zur Aktion

Wo: Reichstag (Platz der Republik 1, 11011 Berlin) Wann: 16. September 2013, 11.00 Uhr - 13.00 Uhr Aktion: Mit seinen Aktivisten protestiert der bmt am 16. September ab 11.00 Uhr gegen die gesetzlich legalisierte Massentötung von Straßenhunden, für die das Rumänische Parlament mit dem Gesetzesbeschluss vor wenigen Tagen den Weg freigemacht hat. Kontakt: Petra Zipp (bmt Vorstand), mobil: 0171-2008477

Quelle: Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (ots)

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