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Tierischer Familienzuwachs: Gekommen, um zu bleiben

Archivmeldung vom 20.11.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: "obs/Bundesverband für Tiergesundheit e.V./123rf/aleksandrrr"
Bild: "obs/Bundesverband für Tiergesundheit e.V./123rf/aleksandrrr"

Auch die Beschränkungen der sozialen Kontakte aufgrund der Corona-Pandemie lassen aktuell die Tierhalter-Zahlen ansteigen. Doch die Anschaffung eines Haustiers sollte wohlüberlegt sein. Ein Tier braucht Für- und Vorsorge und bringt auch Verantwortung mit sich.

Rund 80 Millionen Haushalte in der EU haben mindestens ein Haustier. Tendenz steigend. Gefühlt kennt jeder gerade in seinem engen sozialen Umfeld mindestens einen frischgebackenen Tierhalter. Der Wunsch, sich ein Haustier anzuschaffen, hatte auch vor Corona-Zeiten kurz vor den Festtagen immer Saison. Durch die Beschränkungen sozialer Kontakte aufgrund der Corona-Pandemie steigt dieser Wunsch schon seit dem Beginn des Lockdowns im März stetig an. Denn ein Haustier tut der Gesundheit und dem Geist der Menschen gut und schafft in herausfordernden Zeiten zusätzlichen Rückhalt. Ein Haustier bringt aber auch große Verantwortung und Verpflichtungen mit sich. Mit einem spontanen Gang zum Tierheim, Hundezüchter oder gar einem leichtfertigen Klick im Internet ist weder dem Tierhalter noch dem Tier geholfen. Ein Hund wird je nach Rasse heute durchaus 15 bis 16 Jahre alt, auch Katzen erreichen ein vergleichbares Alter. Und auch ein Kaninchen kann bei guter Pflege 10 Jahre und älter werden.

Vor der Entscheidung für einen tierischen Familienzuwachs heißt es, sich Gedanken über die eigene Situation zu machen und zu prüfen, ob gute Voraussetzungen bestehen, ein Tier artgerecht zu halten und zu versorgen. Neben all der Zuneigung und Liebe durch das Tier, fordert es seinem Besitzer auch einiges ab. Tierhalter in Spe sind also gefragt, sich schon im Vorfeld mit den Bedürfnissen des gewünschten Haustiers intensiv auseinander zu setzen. Denn sicher ist: Tiere, die nach nur wenigen Monaten oder Wochen wieder abgegeben werden, werden leiden.

Es gibt viele Fragen, die alle zukünftigen Tierhalter vorab für sich ehrlich beantworten sollten. Einige wichtige sind hier zusammengestellt.

Haben Sie genügend Zeit für das Tier?

Wie viel Zeit wollen oder können Sie für Spaziergänge, Aufmerksamkeit und Zuneigung, Vorsorgeuntersuchungen und Tierarztbesuche, für Erziehung oder das Training in der Hundeschule aufbringen? Denken Sie auch an die Zeit, die Sie für die Fütterung, Umsorgung im Krankheitsfall, für einen nächtlichen Spaziergang aufbringen müssen.

Hunde allein zu Haus?

Wer soll sich um das Haustier kümmern, wenn Sie nicht da sind oder Unterstützung bei der Versorgung brauchen? Sind genug Familienmitglieder bereit, sich um das Tier zu kümmern? Kinder oder Jugendliche können die Verantwortung für ein Haustier nicht allein tragen. Wo bleibt das Tier im Urlaub oder während der Arbeitszeit? Binden Sie deshalb auch Freunde und Verwandte in Ihre Entscheidungsfindung ein. Stellt Ihr Zuhause ein sicheres Umfeld zum Leben dar, das den Bedürfnissen Ihres Haustiers gerecht wird? Gibt es genug Rückzugsmöglichkeiten und genug Auslaufflächen in der Nähe?

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (ots)


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