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Golf von Mexiko droht weiterhin Ölkatastrophe

Archivmeldung vom 27.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" nach Explosion am 21. April 2010. Bild: dts Nachrichtenagentur
Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" nach Explosion am 21. April 2010. Bild: dts Nachrichtenagentur

Nach dem Sinken der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko vor fünf Tagen tritt noch immer Öl aus. Etwa 140 Tonnen Rohöl fließen täglich ins Meer, schätzen Experten. Vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana ist bereits eine Fläche von rund 4.800 Quadratkilometern mit Öl bedeckt.

Noch ist der Ölteppich nicht an der US-Küste angekommen, ein Umschwung im Wetter könnte ihn allerdings darauf zu treiben. Gleichzeitig gefährdet das austretende Öl Seevögel und Meerestiere. Die genauen Folgen seien laut dem Meereschemiker Chris Reddy vom Woods Hole Oceanographic Institution noch nicht absehbar. Es gebe allerdings "keinen Zweifel, dass es ökologische Schäden geben wird", so Reddy. Das Öl tritt am Bohrloch auf dem Meeresgrund und an einem Leck in der Rohrverbindung aus. Mittels Robotern wollten die Experten gestern ein Ventilsystem unter Wasser schließen, der Versuch misslang jedoch. Daneben besteht auch die Möglichkeit, eine Art Kuppel über die Bohrinsel zu stülpen und das austretende Öl so aufzufangen oder den Ölfluss durch Einleiten einer schweren Flüssigkeit zu stoppen. Was mit der gesunkenen Plattform geschehen soll, ist aber noch unklar.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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