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Tierschutzbund: NRW-Agrarministerin Zuständigkeit für Tierschutz entziehen

Archivmeldung vom 27.07.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.07.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Schweine in Massentierhaltung
Schweine in Massentierhaltung

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Deutsche Tierschutzbund hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) aufgefordert, seiner Landwirtschaftsministerin die Zuständigkeit für den Bereich Tierschutz zu entziehen. Zuvor waren Bilder verletzter und kranker Schweine aus einem Mastbetrieb veröffentlicht worden, an dem CDU-Politikerin Christina Schulze Föcking bis vor Kurzem beteiligt war. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Verbandspräsident Thomas Schröder angesichts der Aufnahmen:

"Bei solchen Zuständen im eigenen Mastbetrieb, selbst wenn sie rechtskonform sein sollten, kann Schulze Föcking nicht Tierschutzministerin sein. Der Themenbereich gehört in die Staatskanzlei." Die CDU-Politikerin könne nicht glaubhaft über Verbesserungen in der Nutztierhaltung sprechen, wenn sie selbst offenbar keine Verbesserungen in ihren Ställen umgesetzt habe, so Schröder.

Die Bilder von Tierrechtsaktivisten zeigten zum Teil kranke und verletzte Tiere mit angefressenen und entzündeten Schwänzen oder geschwollenen Gelenken. Die Staatsanwaltschaft Münster prüft mögliche Rechtsverstöße. Am Dienstag schloss Schulze Föcking einen Rücktritt aus.

Tierschutzpräsident Schröder warf NRW-Ministerpräsident Laschet Instinktlosigkeit bei der Besetzung des Agrarministeriums vor: "Es war doch abzusehen, dass es bei jemandem, der sein Einkommen aus der Nutzung von Tieren generiert, zu Interessenskonflikten kommt, wenn er dann plötzlich für Tierschutz zuständig sein soll." Laut Schröder wäre Bundeskanzlerin Angela Merkel auch nicht auf die Idee gekommen, den VW-Chef zum Verkehrs- oder Umweltminister zu ernennen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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