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Schreiadler "Sigmar" auf Malta abgeschossen - Deutsche Vogelschützer sind fassungslos

Archivmeldung vom 25.09.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.09.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Jens Brehl

Auf Malta sind trotz eines Großaufgebotes an Polizei und ausländischen Vogelschützern in den letzten Wochen wieder zahlreiche seltene Falken und Adler von Jägern abgeschossen worden. Mitarbeiter des Bonner Komitees gegen den Vogelmord hatten in den letzten 8 Tagen die Rastplätze der Greifvögel überwacht und dabei den Abschuss von durchziehenden Zwergadlern, Baumfalken, Wespenbussarden, Rohrweihen und Turmfalken beobachtet und z.T "live" auf Video aufgenommen.

Alle Arten stehen in Deutschland auf der Roten Liste und sind akut bedroht. "Die Jäger haben abends ausgekundschaftet, in welchen Gebieten die Vögel zum Übernachten landen und dort morgens ein regelrechtes Sperrfeuer eröffnet", berichtet Komitee-Projektleiter Axel Hirschfeld.

Trauriger Höhepunkt des Einsatzes war der Fund eines angeschossenen, in Deutschland beringten Schreiadlers, der gestern im Süden der Insel von Polizisten entdeckt und in die Pflegestation des maltesischen Komitee-Partnerverbandes IAR eingeliefert wurde. Das Tier mit der Nummer CA007795, das die Vogelschützer auf den Namen Sigmar getauft haben, wurde in einem Gebiet gefunden, in dem zuvor intensiv auf überfliegende Greifvögel geschossen worden war. Sigmar wurde am 15.7.2007 nestjung im Brandenburgischen Landkreis Oberhavel beringt und gehört zu den letzten seiner Art in Deutschland. Bundesweit gibt es kaum noch 100 Paare, die mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand geschützt werden. Allein für die letzten drei Jahre wurden für den Schutz der letzten deutschen Schreiadler rund eine Million Euro Steuergelder ausgegeben. Schreiadler werden in der Roten Liste der in Deutschland bedrohten Vogelarten als "stark gefährdet" eingestuft.

Quelle: Pressemitteilung Komitee gegen den Vogelmord e.V.


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