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Start der Walfang-Konferenz überschattet von Skandalen, Korruption und Geheimniskrämerei

Archivmeldung vom 21.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
WDCS Deutschland
WDCS Deutschland

Kurz nach der offiziellen Eröffnung der 62. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im marokkanischen Agadir wurde die Öffentlichkeit bereits wieder ausgeschlossen.

Die somit ab nun offiziell für zwei Tage geheime Konferenz verhandelt einen höchst umstrittenen Vorschlag, der kommerziellen Walfang nach 24 Jahren wieder zulassen soll. In einem völlig unüblichen Vorgang wurden heute die Vertreter der Nichtregierungs-Organisationen sowie die Medien von den Beratungen ausgeschlossen.

Dieses Verhalten folgt auf Medienberichte, die Korruptionsfälle auf höchster Ebene der Walfangkommission aufgedeckt hatten, sowie die Praxis des Stimmenkaufs kleinerer Staaten durch Japan bewiesen haben. Japan versucht seit Jahren mit allen Mitteln und schmutzigen Tricks, das Moratorium zu Fall zu bringen.

"Wie können wir noch darauf vertrauen, dass die IWC die öffentliche Meinung der Welt zum Schutz der Wale vertritt, wenn wir nur einmal mehr Zeugen werden, wie die Walfangnationen und die USA ihr schmutziges Spiel zur Manipulation der IWC nun hinter verschlossenen Türen weiter betreiben", klagt Nicolas Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS vor Ort in Agadir. "Wir bekommen nur Skandale und Korruptionsfälle zu sehen, wie sollen wir da noch irgendetwas glauben, was im Geheimen und außerhalb der Kontrolle durch die Medien und der Zivilgesellschaft passiert. Ein Ausschluss der Zivilgesellschaft von den Verhandlungen, wo über das Leben tausender Wale entschieden wird,  ist sicher kein anständiger Weg für die IWC."

Wenn die Mitgliedsregierungen das Vertrauen ihrer Bevölkerung wiedergewinnen wollen, müssen sie nun die Notbremse ziehen, diese gescheiterten Verhandlungen sofort stoppen und das Moratorium unangetastet lassen. Alles andere kann nur als ein Sieg jener Kräfte gesehen werden, die auf Erpressung und Korruption setzen.

Jetzt geht es um die Prinzipien der Demokratie, und nicht mehr bloß darum, welche Positionen die Regierungen beim Walfang einnehmen."Die Regierungen verstecken sich hinter verschlossenen Türen, um das Walfang-Moratorium zu torpedieren, für das so viele gekämpft haben – und ignorieren damit unsere Rechte als unabhängige Beobachter", sagt Entrup, vor dem Konferenzgebäude in Agadir stehend. 

Quelle: WDCS

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