Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Natur/Umwelt Wildtierschmuggler nach Lockerung von Grenzkontrollen wieder aktiv

Wildtierschmuggler nach Lockerung von Grenzkontrollen wieder aktiv

Archivmeldung vom 21.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Schuppentier (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.09.2021 (Foto: © CC0 / alextrachan / Pixabay)
Schuppentier (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.09.2021 (Foto: © CC0 / alextrachan / Pixabay)

Nach einer drastischen Reduzierung des Wildtierhandels während der Pandemie müssen die Behörden südostasiatischer Staaten schnell handeln, um Schmuggler nach der Lockerung der Grenzkontrolle daran zu hindern, wieder ins Geschäft zu kommen. Dies geht aus einem in Vorbereitung befindlichen UN-Bericht hervor, über den Reuters Informationen vorliegen.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "SNA News" schreibt weiter: "Als das Coronavirus letztes Jahr ausbrach, wurden die Netzwerke der Tierhändler wegen der Grenzschließung und der verschärften Kontrolle unterbrochen.

Aufgrund der weit verbreiteten Meinung, dass das Virus zunächst auf dem chinesischen Markt aufgetaucht sei, wo Wildtiere verkauft wurden, ging auch die Nachfrage nach Wildtierprodukten wie z. B. Pangolinschuppen, Bärengalle, Horn von Nashörnen zurück. Außerdem wurden Menschen zunehmend auf zoonotische Erkrankungen aufmerksam.

Jedoch seien diese Änderungen vorübergehend, und Südostasien werde wahrscheinlich einen langfristigen Anstieg des Wildtierhandels erleben, zitiert Reuters einen Bericht des UN-Büros für Drogen und Verbrechensbekämpfung (Unodc) für Strafverfolgungsbehörden.

Jeremy Douglas, Unodc-Vertreter für Südostasien und den Asiatisch-Pazifischen Raum, sagte, die Pandemie habe den Behörden eine Möglichkeit gegeben, die Verbraucher zu entmutigen und die Versorgungskanäle der Wildtierhändler zu unterbrechen.

Aber seit sich die Schmuggler zurückschleichen, nehmen auch offizielle Beschlagnahmungen illegaler Tierprodukte wieder zu, was zeigt, wie wichtig die Aufrechterhaltung einer strengeren Grenzkontrolle ist.

„Der Moment sollte nicht verpasst werden”, heißt es.

Südostasien, eine der artenreichsten Regionen der Welt, ist seit langem ein Hotspot für den Wildtierhandel. Nashörner werden wegen ihrer Hörner getötet, Krokodile wegen ihrer Haut gezüchtet, Ottern und Singvögel als Haustiere gefangen.

In Ländern wie China, Myanmar und Thailand ist die Nachfrage nach illegalen Tierprodukten groß, da sie in der traditionellen Medizin direkt verwendet oder verzehrt werden.

Einige Regierungen nutzten die Pandemie als eine Chance, um dringend benötigte Verbote im Bereich des Wildtierhandels zu verhängen. Als das Coronavirus Anfang 2020 durch die Welt wütete, führte China unverzüglich ein Verbot des Wildfleischkonsums und des Handels mit einigen Wildtieren ein. Im Juli dieses Jahres verschärfte Vietnam die Durchsetzung seiner Gesetze zur Bekämpfung des Wildtierhandels.

Solch eine Politik dämpfte die Nachfrage erheblich, so der Bericht.

Aber die jüngsten Strafverfolgungsoperationen in China und Vietnam zeigten, dass Pangolinschuppen wieder über die Grenzen hinweg geschmuggelt werden.

Die Jagd auf Wildtiere und die Gewinnung von Wildtierprodukten wurden während der Pandemie nicht vollständig eingestellt. Durch Interviews mit Wildtierhändlern fand das Unodc Hinweise darauf, dass Wildprodukte gelagert werden, bis sich die Nachfrage und die Preise erholen.

Darüber hinaus führten die pandemiebedingte Wirtschaftskrise und der Arbeitsplatzverlust dazu, dass Menschen sich den Wäldern zuwendeten, um zu überleben.

„Alle diese arbeitslosen jungen Leute haben momentan die Hände frei, und sie sind vom Wald völlig abhängig, in allem, was sie zum Essen oder Verkaufen finden können“, erklärte der Förster Atul Deokar in einem Telefoninterview gegenüber Reuters."

Quelle: SNA News (Deutschland)

Videos
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz: "Was wäre, wenn...?"
Inelia Benz: "Was wäre, wenn...?"
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte tracht in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige