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Super-Solarzelle schafft doppelte Energieausbeute

Freigeschaltet am 15.07.2017 um 10:25 durch Thorsten Schmitt
Solarzellen: Forscher steigern Ertrag. Bild: Paul-Georg Meister, pixelio.de
Solarzellen: Forscher steigern Ertrag. Bild: Paul-Georg Meister, pixelio.de

Forscher der GW School of Engineering and Applied Science haben eine Solarzelle entwickelt, die langwellige Photonen nutzbar macht und so bis zu 44,5 Prozent der Sonnenenergie umwandelt. "Das ist ein wichtiger Schritt, um ultimative Tandem-Solarzellen zu realisieren", sagt Projektleiter Matthew Lumb. Publiziert wurde das Projekt in der Fachzeitschrift "Advanced Energy Materials".

Forscher der GW School of Engineering and Applied Science haben eine Solarzelle entwickelt, die langwellige Photonen nutzbar macht und so bis zu 44,5 Prozent der Sonnenenergie umwandelt. "Das ist ein wichtiger Schritt, um ultimative Tandem-Solarzellen zu realisieren", sagt Projektleiter Matthew Lumb. Publiziert wurde das Projekt in der Fachzeitschrift "Advanced Energy Materials".

Systeme immer effizienter

Die von den Forschern verwendete Zelle besteht aus mehreren Materialschichten und bildet eine sogenannte Tandem-Solarzelle. Die unterschiedlichen Materialien der einzelnen Ebenen durchsieben das Sonnenlicht und greifen auch Strahlung auf, die herkömmliche Zellen nicht umwandeln.

"Neue Materialien ermöglichen laufend effizientere Anlagen", kommentiert Vera Liebl, Generalsekretärin beim Bundesverband Photovoltaic Austria, die Studie auf Nachfrage von pressetext. Das Ergebnis befindet Liebl als "sehr spannend". "44,5 Prozent Gewinn ist viel, normale Solarzellen konvertieren je nach Herstellung 17 bis 19 Prozent."

Materialien werden billiger

Diese neue Zelle ist derzeit noch sehr teuer. Aus Sicht der Forscher war es jedoch wichtig, das Effizienzlimit zu ermitteln. Nur so können künftig brauchbare kommerzielle Technologien entwickelt werden. Für den Durchschnittsverbraucher könnte das Projekt also ebenfalls interessant werden. Denn die Materialien werden laut Liebl immer günstiger. Aber auch bei teuren Anlagen finden sich Käufer: "Weniger Fläche für mehr Effizienz zahlt sich immer aus", so Liebl. Für Sonderanwendungen, wo es um Platz gehe, spiele Geld nicht immer eine Rolle.

Quelle: www.pressetext.com/David Liedtke