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Mehrweganteil bei Getränken sinkt weiter

Archivmeldung vom 18.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Dosen: Getränk Viaguara muss sich umbenennen (Foto: flickr/Tambako the Jaguar)
Dosen: Getränk Viaguara muss sich umbenennen (Foto: flickr/Tambako the Jaguar)

Immer weniger Getränke werden in Deutschland in Mehrwegflaschen abgefüllt. Im Jahr 2017 lag der Anteil bei rund 42 Prozent und damit um rund 0,5 Prozent niedriger als 2016, teilte das Umweltbundesamt (UBA) am Mittwoch mit.

Damit liegt der Mehrweganteil nach wie vor deutlich unter dem im Verpackungsgesetz vorgegebenen Ziel von 70 Prozent. 2010 lag er noch bei 48 Prozent. Allein bei Bier liegt der Mehrweganteil mit 82 Prozent weiterhin hoch, wenn auch hier immer öfter zu Einwegflaschen gegriffen wird. "Kurze Transportwege und Mehrwegverpackungen sind wichtig, um Umweltbelastungen und Abfälle zu vermeiden. Dafür brauchen wir gut funktionierende Mehrwegsysteme", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

"Alle Supermärkte und Verkaufsstellen von Getränken sollten möglichst viele Getränke in Mehrwegflaschen anbieten und so dazu beitragen, weniger Abfälle zu erzeugen." Die meisten Getränke werden mittlerweile in Einwegkunststoffflaschen, die einen Marktanteil von 52 Prozent haben, abgefüllt. Dosen erreichten einen Marktanteil von circa vier Prozent. Getränkekartons und Standbodenbeutel haben einen Anteil von etwa 1,5 Prozent. Einwegglasflaschen liegen in den pfandpflichtigen Getränkesegmenten bei deutlich unter einem Prozent.

Da Getränkeverpackungen mehr als ein Viertel der deutschen Verpackungsabfälle ausmachen, würde ein höherer Mehrweganteil den Verpackungsabfall auch insgesamt deutlich reduzieren, denn Mehrwegflaschen können 20-50 mal befüllt werden. Mehrwegflaschen aus der Region schneiden wegen geringer Transportemissionen aus Umweltschutzsicht am besten ab. Allerdings böten nicht alle Handelsunternehmen Mehrwegflaschen an, weshalb den Verbrauchern der Umweltschutz unnötig schwer gemacht werde, so Krautzberger. Am besten geeignet seien sogenannte "Mehrwegpoolflaschen", aus denen "sich viele Abfüller bedienen können und die von jedem befüllt werden können. Das ist für die Umwelt besser als individuell gestaltete Flaschen - und Kästen, die nur ein Abfüller zurücknimmt", sagte die UBA-Präsidentin.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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