Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Natur/Umwelt Mehrheit gegen enge Käfigboxhaltung von Sauen

Mehrheit gegen enge Käfigboxhaltung von Sauen

Freigeschaltet am 22.05.2020 um 13:31 durch Andre Ott
Sau in Kastenstand mit Ferkeln in der Intensivtierhaltung, eine legale Art der Tierquälerei.
Sau in Kastenstand mit Ferkeln in der Intensivtierhaltung, eine legale Art der Tierquälerei.

Foto: Maqi
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

87 Prozent der Menschen in Deutschland wollen die Haltung von Sauen in engen Käfigboxen, sogenannten Kastenständen, verbieten lassen. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eine Studie der Tierschutzstiftung "Vier Pfoten".

2015 hat das Oberverwaltungsgericht Magdeburg dies für rechtswidrig  erklärt, wenn Mindestanforderungen nicht eingehalten werden. Doch statt sich an geltende Gesetze zu halten und das Leben von zwei Millionen Zuchtsauen zu verbessern, will Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) die Tierschutznutztierhaltungsverordnung entschärfen und die Praxis bis zu 17 Jahre lang weiter zulassen.

Die Bundesländer mit grüner Regierungsbeteiligung könnten diesen Entwurf aufgrund ihrer Mehrheit im Bundesrat stoppen. Offensichtlich aber scheuen sie den Konflikt mit den Koalitionspartnern. Jan Philipp Albrecht, grüner Agrarminister Schleswig-Holsteins, erarbeitet gerade einen Kompromissvorschlag, der Insidern zufolge eine Übergangsfrist von acht Jahren beinhalten soll. Das wäre weit von dem grünen Versprechen entfernt, die "Sau rauszulassen". Noch ist unklar, ob sich die Amtskollegen darauf einlassen. "Bund und Länder müssen jetzt den Ausstieg einläuten, statt sich mit Übergangsfristen und Marginalverbesserungen zu blamieren", sate Vier-Pfoten-Geschäftsführer Rüdiger Jürgensen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Inelia Benz im Jahr 2020
Inelia Benz: "Das steht an im Jahr 2020"
Symbolbild
Die Goldene Blume
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte wehen in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige