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Gemeinsam für saubere Flüsse

Archivmeldung vom 22.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Elbe bei Bad Schandau Bild: Chr95 / de.wikipedia.org
Elbe bei Bad Schandau Bild: Chr95 / de.wikipedia.org

„Um den von der EU geforderten guten Zustand der Elbe und ihrer Nebenflüsse zu erreichen, bedarf es noch großer Anstrengungen. Ich bin mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen! Unser Ziel ist, dass einerseits gutes Quellwasser aus dem Thüringer Wald oder Harz so sauber wie möglich die Elbe erreicht, und andererseits die im Wasser lebenden Tiere, wie etwa Wanderfische, ihre natürlichen Laichgebiete in Thüringens und Sachsens Nebengewässern, wie Unstrut, Saale und Weiße Elster, wieder erreichen können,“ sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz.

Mit einer Jubiläumsmessfahrt erinnern Umweltpolitiker und Wasserfachleute heute an die erste deutsch-deutsche Messfahrt auf der Elbe vor 20 Jahren. Im Mai 1990 fuhr die „Tümmler“ von der Mulde-Mündung bis nach Schnackenburg, um die Wasserqualität zu messen. Neben den Messdaten ergab sich aus dieser ersten gemeinsamen Messfahrt eine kontinuierliche länderübergreifende Zusammenarbeit, mit dem Ziel, die Qualität eines der wichtigsten mitteleuropäischen Flüsse zu verbessern. Die Elbe war vor 1989 einer der am stärksten verschmutzten Flüsse Europas.

Der fischkritische Sauerstoffgehalt von 3 mg/l war 1989 für fünf Monate unterschritten. Häufige Fischsterben waren die Folge. Heute liegen die Sauerstoffgehalte mit durchschnittlich 10 mg/l dauerhaft nahe der sogenannten Sättigungskonzentration.
Die erste sprunghafte Verbesserung des Elbe-Wassers nach der Wende geht auf Werksstilllegungen zurück, ab Mitte der 90er Jahre dann auf den zunehmenden Bau von Kläranlagen in Tschechien und den neuen Bundesländern. So ging zum Beispiel die Belastung mit organischen Stoffen um rund 60 Prozent und mit Schwermetallen wie Quecksilber um rund 90 Prozent zurück. Im Fluss entwickelte sich wieder eine ökologische Vielfalt. Gegenwärtig sind wieder 48 Fischarten in der mittleren Elbe zwischen Roßlau und Magdeburg nachweisbar - gegenüber 37 Arten im Jahr 1991.

Nach dem gemeinsamen Messprogramm werden an sieben Messstellen in der Tschechischen Republik und zwölf in Deutschland Daten, unter anderem zum Säure- und Sauerstoffgehalt, Nährstoffreichtum und zur Schwermetallbelastung, ermittelt.

Der Freistaat Thüringen hat einen Flächenanteil von 10.512 Quadratkilometer am Elbeeinzugsgebiet. Damit steht Thüringen an vierter Stelle der zehn Länder der Flussgebietsgemeinschaft, deren Vorsitz Thüringen seit Beginn des laufenden Jahres inne hat.

Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN)

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