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Schäden in den Wäldern haben 2020 noch einmal deutlich zugenommen

Archivmeldung vom 03.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Naturwald mit Bach (Symbolbild)
Naturwald mit Bach (Symbolbild)

Bild: roja48 / pixelio.de

Dürre und Schädlinge hinterlassen laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" immer deutlichere Spuren in den deutschen Wäldern: Wie die Bundesregierung auf Anfrage der FDP mitteilt, steigt die Menge an sogenanntem Schadholz in diesem Jahr voraussichtlich auf 72,5 Millionen Kubikmeter. Im Jahr 2019 waren es bundesweit noch 68,7 Millionen Kubikmeter, 2018 noch 35,7 Millionen.

Die größten Schäden zeichnen sich dabei in den Wäldern in Nordrhein-Westfalen ab. Allein hier sind nach Angaben des Bundes 19,3 Millionen Kubikmeter Schadholz angefallen. Das ist mit Abstand die größte Menge. Es folgen Hessen mit 10 und Baden-Württemberg mit 9,8 Millionen Kubikmetern.

Die von Schäden betroffene Fläche, die mittlerweile wieder bewaldet werden muss, gibt die Bundesregierung in der Antwort mit 284.500 Hektar an - das ist deutlich größer als das Saarland. Auch hier steht NRW mit einer wiederzubewaldenden Fläche von 81.000 Hektar deutlich an der Spitze vor Thüringen mit 36.200 Hektar und Niedersachsen mit 31.600 Hektar.

Stürme, die anhaltende Dürre der vergangenen Jahre sowie der Schädlingsbefall etwa durch Borkenkäfer haben dem Wald in Deutschland schwer zugesetzt. Bund und Länder unterstützen Waldbesitzer durch unterschiedliche Fördermaßnahmen mit mehreren Hundert Millionen Euro. Karlheinz Busen, forstpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, nannte die Wiederaufforstung in der "NOZ" ein "Mondfahrtprojekt für die Waldbauern". Er verwies auf die Möglichkeiten, die die sogenannte Genschere Crispr in diesem Kontext böte: Durch die Technik könnten klimaresistentere Bäume gezüchtet werden, die beispielsweise besser mit langen Trockenperioden zurechtkämen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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