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Kein Tierleid auf Ess- und Gabentisch

Archivmeldung vom 22.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Uta Dohlenburg / pixelio.de
Bild: Uta Dohlenburg / pixelio.de

Zum "Fest der Liebe" erinnert der Bundesverband Menschen für Tierrechte an das millionenfache Tierleid, das mit dem traditionellen Festtagsessen und dem Kauf tierischer Produkte einhergeht. Die Berichterstattung über die extremen Auswüchse der industriellen Tierhaltung, Fehlbetäubungen auf Schlachthöfen oder dem Boom von Echtpelz an Winterjacken und Mützen zeigt, was dieses Fest alljährlich für Millionen von Tieren bedeutet. Deswegen empfiehlt der Tierrechtsverband, sich beim Weihnachtseinkauf für tierleidfreie Produkte zu entscheiden.

Anlässlich des nahenden Weihnachtsfestes macht der Bundesverband Menschen für Tierrechte darauf aufmerksam, dass hinter jedem Fleischgericht, das zur Weihnachtszeit auf den Tisch kommt, ein Tierleben steht. In ihrem kurzen Leben haben die meisten Enten, Gänse, Hühner, Puten, Rinder, Schweine und Kaninchen mehrfach gelitten: In der Zucht, der industriellen Haltung, beim Transport und bei der Schlachtung, wo Tierschutz-Verstöße an der Tagesordnung sind.

Verbraucher in der Pflicht

Auch Fische stammen häufig aus Aquakulturen, einer beschönigenden Bezeichnung für Massentierhaltung im Wasser. Auch Tierqualprodukte wie Gänsestopfleber (Foie gras), Hummer oder Wildfleisch sollten Verbraucher meiden. "Der beste Tierschutz ist ein Ess- und Gabentisch ohne Produkte vom Tier. Da die Politik versagt, Tierqual-Produkte zu verbieten oder wenigstens klar zu kennzeichnen, ist der Verbraucher in der Pflicht. Wer Tierqual-Ware boykottiert und stattdessen tierfreundliche Erzeugnisse kauft, sendet ein Zeichen an Handel und Hersteller. Wir haben heute beispielsweise ein reichhaltiges Angebot an veganen Produkten in fast jedem Supermarkt. So kann jeder langfristig dazu beitragen, dass Produkte, für die Tiere leiden mussten, aus den Regalen verschwinden", sagt Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes.

Augen auf beim Geschenke-Kauf

Auch beim Geschenke-Kauf sollten die Käufer ein wachsames Auge haben. Der Pelzbesatz an Winterjacken und Mützen besteht beispielsweise oft aus echtem Pelz statt aus Kunstfell, auch wenn die Felle manchmal so bearbeitet worden sind, dass sie oberflächlich wie Kunstfell aussehen. Da Echtpelzmützen meist gar nicht gekennzeichnet sind, obwohl eine Kennzeichnung vorgeschrieben ist, kaufen derzeit viele Menschen unbewusst besonders tierquälerische Echtfellprodukte von Marderhunden oder Füchsen. Um sicher zu gehen, sollten Bommelmützen, Kragenjacken und andere Pelzprodukte besser gar nicht gekauft werden. Dasselbe gilt für Produkte, die Daunen aus Lebendrupf enthalten sowie Lederwaren und Erzeugnisse aus Wolle.

Quelle: Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

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