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Englischer Wetterdienst hat Temperatur-Daten gefälscht, sagen russische Experten

Archivmeldung vom 21.12.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: EIKE
Bild: EIKE

Von einer führenden russischen Denkfabrik, die von einem früheren Berater Wladimir Putins gegründet wurde, kam die explosive Behauptung, dass der englische Wetterdienst Zahlen zum Klimawandel gefälscht hätte.

Zeitgerecht zum Höhepunkt des Kopenhagen-Gipfels wurde verbreitet, dass sibirische Wetter-Statistiken heraus gepickt worden wären, um Beweise zu verbergen, die keine globale Erwärmung zeigten.

Die Denkfabrik protestiert gegen die Behandlung von Daten durch das Hadley Centre für Klimawandel des englischen Wetterdienstes. Die Daten waren veröffentlicht worden, um vom Streit abzulenken, der wegen der gehackten Emails der Climate Research Unit in East Anglia entbrannt ist.

Begierig hatten Klimaskeptiker die Emails aufgegriffen zum Beweis, dass Forscher die Zahlen frisiert hätten.

Das in Moskau ansässige Institut für Wirtschaftsanalyse (IEA) behauptete, dass vom Hadley Centre nur diejenigen sibirischen und russischen Wetterstatistiken verwendet worden wären, die in die Theorie von der globalen Erwärmung passten. Was nicht passte, wäre ignoriert worden.

Auf die Meldung haben sich die dem Kreml eng verbundenen Medien gestürzt. Der Kreml hält nichts von strikten neuen Einschnitten in die CO2-Emissionen, wie sie viele westliche Länder auf dem Kopenhagen-Gipfel fordern. Die halboffizielle RIA Novosti Nachrichten-agentur meldete, dass russische Wetterstationsdaten die Klimaerwärmungstheorie nicht stützten. Die Agentur ging noch weiter und behauptete, dass das Hadley Centre wahrscheinlich russische Klimadaten gefälscht hätte, indem es nur die Statistiken von einem Viertel aller [russischen] Wetterstationen für seine Berichte genutzt hätte.

“Über 40 Prozent des russischen Staatsgebiets sind nicht in die globalen Temperatur-Berechungen einbezogen worden, obwohl Wetterstationen und Beobachtungen verfügbar waren”, behauptete der kreml-freundliche Oligarch Allisher Usmanov.

Die Beschuldigung lautete, dass die als HadCRUT bekannten Hadley-Daten weit häufiger unvollständige Ergebnisse von russischen Wetterstationen benutzt hätten als vollständige. „Bei der Auswahl zwischen Stationen mit unterbrochenen Messdaten und solchen mit fortlaufenden aus der gleichen Region pflegte HadCRUT die Stationen mit den unterbrochenen Reihen auszuwählen, die ein deutlicheres Bild der Erwärmung zeigten“, schrieb die Zeitung Kommersant.

Daten wären verfälscht worden durch häufigeren Einbezug von Stationen aus stark bevölkerten Gegenden als von entfernten Stationen mit korrekten Daten, wurde behauptet.

An einer Stelle des 21seitigen Berichts steht: “Infolge der Temperaturverfälschungen für Russland wurde das Ausmaß der globalen Erwärmung übertrieben. Die russischen Daten stehen für einen Anteil von 12,5 Prozent der globalen Landmasse.“

Das Institut, das vom ehemals pro-westlichen Wirtschaftsberater Putins, Andrey Illarionov, gegründete wurde, der auch den Bericht herausgab, wirft dem Hadley-Bericht  gestützt auf vollständigere Statistiken vor, die Erwärmung in Russland um 0,64 Celsiusgrade zwischen 1870 und 1990 überzeichnet zu haben. Illarionov, der aus dem Regierungsdienst ausschied, weil er Putins autoritäre Politik kritisierte, ist auch Senior-Berater am Cato Institut in Washington. Er ist ein erklärter Gegner der Klimawandel-Lobby.

Die Sprache des Berichts ist weniger reißerisch als die Berichterstattung darüber. Aber es wird behauptet: “Es ist nicht leicht eine vernünftige Erklärung für einen derart selektiven Ansatz zu finden. Dennoch kann man sich einen Reim darauf machen.“

„Wenn man die Temperaturtrends von den Wetterstationen analysiert, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß sie überhaupt keinen wahrnehmbaren Erwärmung aufzeigen für die zweite Hälfte des 20. und den Anfang des 21. Jh."

Der Bericht betonte: “Man sieht leicht, dass die Wetterstationen nicht gleichverteilt sind, ihre Konzentration ist erwartungsgemäß beträchtlich in den westlichen und südlichen Gegenden des Landes, aber deutlich niedriger im Norden und Osten.” Und er äußert die Furcht, daß ähnliche Methoden auch für andere Länder angewandt worden sein könnten.

Bei der Veröffentlichung seines eigenen Berichts in der vergangenen Woche verlautbarte der [englische] Wetterdienst, es sei ein Netzwerk von Stationen benutzt worden, die von der Weltwetter-Organisation (WMO) bestimmt worden wären. “Die Stationsauswahl ist über den Globus gleichverteilt und sie repräsentiert die Veränderungen der Durchschnittstemperaturen über Land in globalem Maßstab.

Die gehackten Emails der Klimawissenschaftler von der East Anglia Universität waren über einen russischen Internet-Server verbreitet worden. Tausende von Emails und andere Dokumente waren von  einem Email-Server der Climatic Research Unit (CRU) der Univer­sity of East Anglia (UEA) in Norwich, East England, von Unbekannten gestohlen und veröffentlicht worden. Es ging dabei um Fragen der Klimaerwärmung, die im Laufe der letzten 13 Jahre behandelt worden waren.

Quelle: Will Stewart / Übersetzung Helmut Jäger EIKE 

 

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