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Brasilien: Milliardenhilfe für nachhaltige Farmer

Archivmeldung vom 06.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixabay.com, 12019
Bild: pixabay.com, 12019

Ein neues Finanzprogramm aus Großbritannien unterstützt mit einer Summe von einer Mrd. Dollar (etwa 900 Mio. Euro) nachhaltig agierende brasilianische Bauern, um die Zerstörung des lokalen Graslandes zu verhindern. Farmer von Sojabohnen und Mais, die auf die Rodung von natürlichen Lebensräumen verzichten, sollen durch Kredite ohne hohe Zinssätze ihre Produktivität erhöhen können.

Das "Responsible Commodities Facility"-Programm wird von Green Bonds unterstützt und von der Finanzfirma Sustainable Investment Management (SIM) organisiert, die sowohl in London als auch Rio de Janeiro Niederlassungen hat. "Dieses Programm ist eine Chance für den Markt, weiter erhöhte Produktion zu sichern, ohne dabei zur Rodung des Graslandes beizutragen. Diese führt sonst zu Verlusten von natürlichen Lebensräumen und Biodiversität sowie zu Treibhausgasemissionen", meint SIM-CEO Pedro Moura Costa.

Degradiertes Weideland statt Rodung

SIM sieht vor, dass Soja- und Maisbauern in Brasilien Kredite mit niedrigen Zinssätzen bekommen. Dafür müssen sie es sich zum Ziel setzen, keine Wälder oder Grasländer zu roden, sondern stattdessen degradiertes Weideland zu verwenden. Mit den Green Bonds soll SIM im Laufe der kommenden vier Jahre eine Mrd. Dollar an Anleihen organisieren. Das Finanzunternehmen rechnet in der ersten Dekade des Programmes mit einer Produktion von 180 Mio. Tonnen an nachhaltigem Mais und Soja im Wert von 43 Mrd. Dollar. Die erste Anleihe von etwa 300 Mio. Dollar ist für die Erntesaison 2020 geplant.

In den kommenden zehn Jahren könne laut der SIM die steigende Nachfrage nach Sojabohnen in der Umwidmung von mehr als sechs Mio. Hektar der brasilianischen Savanne resultieren. Unternehmen und Landwirte würden daran arbeiten, die Savanne zu retten, ohne dabei Verluste für einzelne Farmer in Kauf zu nehmen. Das Programm werde sie bei diesem Vorhaben unterstützen.

Ziel der Emissionsreduzierung nur mit Unterstützung erreichbar

Brasilien hat den Plan, bis 2030 alle Treibhausgasemissionen um 43 Prozent zu reduzieren. Etwa 90 Prozent dieser Reduktion soll aus der Vermeidung von Entwaldung resultieren. Jedoch gebe es laut SIM keine Finanzierungsstrukturen in Brasilien, mit denen dieses Ziel erreichbar wäre. Das "Responsible Commodities Facility"-Programm soll 1,5 Mio. Hektar an Savanne schützen und dadurch Emissionen um 250 Mio. Tonnen an Kohlendioxid reduzieren.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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