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Bienenforscher: Kein Bienensterben in Deutschland

Archivmeldung vom 16.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Erwachsenes Varraoweibchen auf einer Bienenlarve, entnommen aus einer kurz zuvor verdeckelten Brutzelle. Hier legt die Milbe ihre Eier ab. Die sich daraus entwickelnden weiblichen Milben verlassen die Brutzelle mit der schlüpfenden Biene und können auf diesem Weg andere Völker infizieren.
Quelle: Foto: Uwe Dettmar (idw)
Erwachsenes Varraoweibchen auf einer Bienenlarve, entnommen aus einer kurz zuvor verdeckelten Brutzelle. Hier legt die Milbe ihre Eier ab. Die sich daraus entwickelnden weiblichen Milben verlassen die Brutzelle mit der schlüpfenden Biene und können auf diesem Weg andere Völker infizieren. Quelle: Foto: Uwe Dettmar (idw)

Führende deutsche Bienenforscher bestreiten die von Imkern verbreitete Behauptung, es gebe in Deutschland ein "Bienensterben". Die Honigbiene werde "das letzte Insekt sein, das ausstirbt", sagte Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim, dem "Zeitmagazin". Sie sei nicht bedroht, solange es Imker gebe. Zwar verenden im Winter immer wieder Bienenvölker an den Folgen des Befalls mit der Varroamilbe, mit der die meisten Völker infiziert sind.

Dass diese Verluste in den letzten Jahren zugenommen hätten, ist nach Daten des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen jedoch "statistisch nicht gesichert". Selbst bei Wildbienen, von denen die Hälfte der Arten auf der Roten Liste stehen, sei die Situation nicht so dramatisch, dass man von einem "Bienensterben" sprechen könne, sagte der Wildbienenforscher Robert Paxton von der Universität Halle. Paxton rechnet allerdings damit, dass in den nächsten 25 Jahren ein Drittel der knapp 600 Wildbienenarten in Deutschland aussterben - "wenn wir die ständige Intensivierung der Landnutzung nicht ändern".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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