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Greenpeace fordert sofortigen Neustart der Endlagersuche

Archivmeldung vom 19.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Einlagerungskammer für die Endlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall. Die Teilschnittmaschine fräst die neuen Kammern und schafft gleichzeitig den Abraum nach hinten.
Einlagerungskammer für die Endlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall. Die Teilschnittmaschine fräst die neuen Kammern und schafft gleichzeitig den Abraum nach hinten.

Foto: Wusel007
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit Blick auf die neuesten Meldungen zum Atommüll-Volumen in Deutschland fordert Greenpeace-Atomexpertin Susanne Neubronner einen sofortigen Neustart der Endlagersuche. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Neubronner: "Die Bundesregierung muss den Prozess der Endlagersuche jetzt sofort von vorn beginnen. Es ist offensichtlich, dass wir wesentlich mehr Atommüll unterbringen müssen, als bisher angenommen. Mit der Verdoppelung des Volumens hat das Problem eine neue Dimension erreicht." Bisher sei man bei allen Berechnungen von falschen Werten ausgegangen, kritisiert Neubronner.

"Die Atomkraftwerksbetreiber spielen mit verstecken Karten. Es ist offensichtlich, dass sie selbstgar keinen Überblick haben, wie groß das Volumen von Atommüll wirklich ist." Eine Verdoppelung des Volumens, wie im Entwurf zum "Nationalen Entsorgungsplan" der Bundesregierung aufgeführt, sei "wahrlich keine Kleinigkeit", so die Greenpeace-Expertin. "Diese Menge könnte sich durchaus noch erhöhen", warnte Neubronner weiter. Ein Beispiel für eine Fehleinschätzung des Volumens sei der Rückbau des Atomkraftwerks Stade. "Hier ist überraschend und ungeplant radioaktives Wasser in den Untergrund geraten, was die Menge des zu entsorgenden Mülls erheblich erhöht hat. So etwas kann bei allen Rückbau-Vorhaben passieren", erklärte die Atomexpertin. "Die Bundesregierung darf die Atomkraftwerksbetreiber hier keinesfalls aus ihrer Verantwortung lassen", forderte sie weiter. Dies berge auch ein enormes finanzielles Risiko: "Verabschieden sich die AKW-Betreiber irgendwann aus der Versorgung, stehen am Ende die Steuerzahler alleine für das Problem gerade."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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