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Dr. Jane Goodall und mehr als 140 weitere Wissenschaftler fordern die EU auf Käfighaltung in der Landwirtschaft zu beenden

Archivmeldung vom 24.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: angieconscious / pixelio.de
Bild: angieconscious / pixelio.de

Eine internationale Gruppe von mehr als 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat sich in einem offenen Brief an die EU gewandt. Sie unterstützen darin die Forderung der Europäischen Bürgerinitiative "End the Cage Age", Käfighaltung für landwirtschaftlich genutzte Tiere europaweit zu beenden.

Unter ihnen ist auch die Ethologin und Naturschützerin Jane Goodall, PhD, DBE, UN-Botschafterin des Friedens und Gründerin des Jane Goodall Instituts. Aus Deutschland haben sich der Biologe und Forensiker Dr. Mark Benecke, der Wissenschaftsautor Dr. Karsten Brensing, der stellvertretende Institutsleiter des Friedrich-Löffler-Instituts Dr. Michael Marahrens und weitere Expertinnen und Experten der Tiermedizin, Nutztierbiologie, Verhaltensforschung und Ethik der Forderung der Europäischen Bürgerinitiative End the Cage Age angeschlossen. Diese unterzeichneten 1,4 Millionen Europäerinnen und Europäer. In diesem Jahr wird sich die EU daher mit ihrem Anliegen, den Einsatz von Käfigen in der Tierhaltung zu beenden, befassen.

Kleine Käfige bedeuten großes Leid

Dr. Goodall, die eine starke Befürworterin eines Endes der Käfighaltung in der Tierhaltung ist, kommentiert: "Die meisten Menschen verstehen heute, dass Vögel fühlende Wesen sind. Wir haben aus Massentierhaltungen gerettete Hennen gehalten - jede hatte eine ausgeprägte Persönlichkeit, alle zeigten Emotionen wie Freude und Angst. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen unterstützt dies, und es kann keinen Zweifel daran geben, dass ein Leben eingepfercht in einem kleinen Käfig großes Leid bedeutet. Die EU muss im Namen der Millionen von Hennen und anderen Tiere handeln, die auf diese grausame Weise behandelt werden."

Obwohl der Vertrag von Lissabon Tiere als fühlende Wesen anerkennt, sind über 300 Millionen Schweine, Kälber, Hühner, Kaninchen, Gänse, Enten und Wachteln in ganz Europa in Käfigen eingesperrt. Die meisten Käfige sind karg, eng und verwehren den Tieren den Raum, sich frei zu bewegen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Käfige gravierende Negativeffekte für das Wohlergehen der Tiere mit sich bringen, die in dem Brief detailliert beschrieben werden. Die Abkehr von der Käfighaltung und der Ersatz durch kommerziell vertretbare Alternativen würde einen bedeutenden Wandel in unserem Lebensmittel- und Landwirtschaftssystem bewirken, von dem hunderte Millionen Tiere pro Jahr profitieren könnten.

Das Käfigzeitalter beenden

Mahi Klosterhalfen, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung, fügt hinzu: "Wir sind stolz darauf, für unsere Forderung nach dem Ende der Käfighaltung in Europa, Dr. Jane Goodall und all die anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord zu haben. End the Cage Age hat außerdem die Unterstützung von über 170 europäischen Organisationen, Dutzenden von Mitgliedern des Europäischen Parlaments, des Europäischen Ausschusses der Regionen und 1,4 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürgern. Sie alle finden, Käfighaltung ist grausam und gehört längst abgeschafft. Die Europäische Kommission muss jetzt handeln und Gesetze auf den Weg bringen, die das Käfigzeitalter ein für alle Mal beenden werden."

Der offene Brief der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler richtet sich an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Vizepräsidenten Frans Timmermans, zuständig für den Europäischen Green Deal, die Kommissarin Stella Kyriakides, zuständig für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, und den Kommissar Janusz Wojciechowski, zuständig für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.

Quelle: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt (ots)

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