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PETA-Appellen an die griechische Regierung: Esel- und Maultierreiten auf Santorini muss verboten werden!

Archivmeldung vom 16.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
In Stuttgart positionierten sich Aktive mit Eselmasken vor dem griechischen Konsulat Bild: © PETA Deutschland e.V. Fotograf: PETA Deutschland e.V.
In Stuttgart positionierten sich Aktive mit Eselmasken vor dem griechischen Konsulat Bild: © PETA Deutschland e.V. Fotograf: PETA Deutschland e.V.

Weltweiter Protest vor griechischen Vertretungen: In den vergangenen Wochen haben PETA-Aktive in London, Paris, San Francisco, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und München vor griechischen Botschaften und Konsulaten für ein Verbot von touristischen Esel- und Maultierritten auf Santorini demonstriert.

Auch in San Francisco demonstrierten PETA-Aktive vor dem griechischen Konsulat.  Bild: © PETA USA Fotograf: PETA Deutschland e.V.
Auch in San Francisco demonstrierten PETA-Aktive vor dem griechischen Konsulat. Bild: © PETA USA Fotograf: PETA Deutschland e.V.
In London demonstrierten PETA-Aktive mit Eselmasken vor der griechischen Botschaft  Bild: © PETA UK Fotograf: PETA Deutschland e.V.
In London demonstrierten PETA-Aktive mit Eselmasken vor der griechischen Botschaft Bild: © PETA UK Fotograf: PETA Deutschland e.V.

Denn noch immer müssen auf der griechischen Urlaubsinsel Esel und Maultiere zahlreiche Reisende zur Altstadt und wieder zurück zum Hafen tragen. Was für viele eine vermeintliche Touristenattraktion ist, bedeutet für die geschundenen Tiere ein Leben voller Zwang, Schmerz und Entbehrung. Mit Eselmasken verkleidete Aktive hielten während den Demonstrationen Schilder empor, die ein Ende des Leids der Tiere auf Santorini fordern.

Die Demonstrierenden erinnerten daran, dass die Esel und Maultiere oftmals den ganzen Tag bei mehr als 40 Grad in der prallen Sonne stehen müssen, kurz angebunden sind und viel zu wenig Wasser und Nahrung bekommen. Schlechtsitzende Sättel und provisorische Sattelgurte führen darüber hinaus regelmäßig zu offenen Wunden am Bauch sowie am Schweifansatz.

Missstände bereits seit 2018 bekannt

Die Tierrechtsorganisation deckte diese Missstände auf Santorin bereits 2018, 2019 und 2020 auf. Durch schlechtsitzende und abgenutzte Sättel leiden einige Tiere an schmerzhaften Abschürfungen und Wunden im Bauchbereich. Auch das Zaumzeug ist ungeeignet: Manche Esel und Maultiere haben mit Fliegen übersäte Wunden an den Köpfen. Während die Tiere in der Mittelmeersonne ausharren und auf die nächste Tour warten müssen, stellen ihnen die Halter nicht einmal essenzielle Dinge wie Wasser, Schatten oder einen Witterungsschutz zur Verfügung.

Verstöße gegen griechisches Tierschutzgesetz und Gefährdung von Menschen

Es verstößt gegen griechisches Tierschutzgesetz, dass den Tieren diese Schmerzen und Leiden zugefügt werden und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zumeist nicht kontrolliert und nicht geahndet werden. Doch der Transport von Touristen durch Esel und Maultiere ist unabhängig von den konkreten Bedingungen mit Tierquälerei verbunden. Nur ein Verbotsgesetz ermöglicht es, diesen illegalen Zustand zu beseitigen. Zudem ist der Einsatz von Eseln und Maultieren unnötig, da es auf Santorin eine Seilbahn gibt, mit der Touristen vom Hafen in Firás Altstadt gelangen können. Ein Fall aus dem Jahr 2015 beweist zudem, dass die Ritte nicht nur für die Tiere gefährlich sind: Eine Frau wurde damals auf Santorin von einem Esel zu Tode getrampelt. Augenzeugen berichten, dass es immer wieder zu Situation kommt, die Menschen gefährden.

PETA fordert grundlegende Veränderungen

Esel und Maultiere haben ein Recht auf tierschutzgerechte Haltung und körperliche Unversehrtheit, das nicht durch den Einsatz als "Transportmittel" für Touristen missachtet werden darf. Nur ein Verbot garantiert den Tieren ein Leben ohne Tierquälerei. Deshalb fordert PETA ein sofortiges Verbot der Ritte. Alle Maßnahmen der Regierung zum Schutz der Tiere - etwa die Vorschrift, nur Touristen bis zu einem bestimmten Körpergewicht reiten zu lassen - werden bisher nicht ausreichend eingehalten, kontrolliert und Verfehlungen zu selten bestraft.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein - eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Quelle: PETA Deutschland e.V. (ots)

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