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Holz als Brennstoff: Heizen gegen den Klimawandel

Archivmeldung vom 28.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Brennholz
Brennholz

Bild: Erika Hartmann / pixelio.de

Heiße Sommer, Trockenheit und Borkenkäfer - der deutsche Wald hat in den letzten Jahren stark gelitten. Um Schädlinge zurückzudrängen, werden Fichten großflächig abgeholzt. Und aufgrund der Dürre müssen auch in Laubwäldern schwache, geschädigte Bäume zum Schutz von Waldarbeitern und Spaziergängern gefällt werden.

Zudem erhöht trockenes Holz, das liegen bleibt, die Brandgefahr. Ein positiver Aspekt: Durch das Fällen kommen wieder mehr Licht und Wasser auf den Waldboden, sodass neue Pflanzen und Bäume nachwachsen können. Da minderwertige Stämme sowie Kronenholz nicht für eine industrielle Verarbeitung geeignet sind, erläutert der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchengeräte e.V., welche Argumente Holz als Brennstoff bietet.

Preisgünstige Energie

Aufgrund einer seit Jahren leicht sinkenden Nachfrage besteht ein Überangebot. Die Kosten für einen Raummeter Holz vom Forstamt oder Waldbauern, das noch verarbeitet und abgelagert werden muss, beträgt je nach Region zwischen 35 und 50 Euro. Brennholz ist seit Jahren günstiger als fossiles Öl und Gas, die auch noch stark von weltpolitischen Entwicklungen abhängig sind.

Starke Wirtschaft

Da Holz gewissermaßen vor der Haustür wächst, zeichnet es sich durch kurze Transportwege zum Verbraucher aus. Der Verkauf ist für die deutsche Forst- und Holzwirtschaft eine wichtige Einnahmequelle. Es hilft beim notwendigen Umbau der Wälder von Monokulturen zu artenreichen Mischwäldern und sichert insbesondere in strukturschwachen Gegenden Arbeitsplätze.

Keine CO2-Abgabe

Holz zählt neben Wind, Wasser und Sonne zu den erneuerbaren Energien und ist daher von der CO2-Abgabe befreit. Es überzeugt als Brennstoff mit einer - bis auf den Transportaufwand - annähernd neutralen Ökobilanz. Bei der Verbrennung wird nur jene Menge Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, die der Baum während der Wachstumsphase aufgenommen hat und die beim natürlichen Zersetzungsprozess im Wald wieder entweichen würde. Das freigewordene Kohlendioxid wird wiederum von nachwachsenden Bäumen aufgenommen, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Viel mehr als Wärme

Alles in allem ist Heizen mit Holz ein Stück Sicherheit, denn als heimischer Energieträger ist es lokal verfügbar und leicht zu lagern. Also ein krisensicherer Brennstoff, der auch in Notfällen oder bei Kälteeinbrüchen schnell zur Hand ist. Hinzu kommt der besondere Charme des Feuers mit dem Prasseln der Scheite und dem Lodern der Flammen. Weitere Informationen unter www.ratgeber-ofen.de

Quelle: HKI (ots)


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