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Nach Buschfeuern nun Regenfälle: Australien bereitet sich auf Überschwemmungen vor

Archivmeldung vom 14.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Überschwemmungen
Überschwemmungen

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Nur wenige Tage nachdem Buschfeuer das australische Weltkulturerbe bedroht hatten, bereiten sich am Sonntag Tausende auf Überschwemmungen an der subtropischen Ostküste vor. Die Strände sind geschlossen und die Behörden fordern die Menschen auf, ihre Häuser mit Sandsäcken zu füllen, meldet Reuters.

Weiter ist auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins "SNA News " zu lesen: Das Bureau of Meteorology hat eine „Unwetterwarnung“ für das Grenzgebiet zwischen den dicht besiedelten Bundesstaaten New South Wales und Queensland ausgegeben. Die Ursache sind bis zu 475 Millimetern Regen in den letzten 24 Stunden gewesen.

Die Sandinsel Fraser Island stehe jetzt unter Flutwarnung. Das heißt, dass die Fahrer Straßen meiden sollen, auf denen bereits Wasser steigt. „Dies sind dynamische Wettersysteme und Sie sollten immer das Unerwartete erwarten“, sagte der leitende Hochwasserhydrologe des Bureaus, Justin Robinson, auf einer Pressekonferenz.

Die Behörden forderten Personen auf, in den Ferien zum Jahresende lieber keine Reisen zu unternehmen.

„Es ist keine gute Zeit, das Risiko auf sich zu nehmen und durch dieses Hochwasser zu fahren“, so Carlene York, Rettungsdienstkommissarin von New South Wales. „Achten Sie auf Ihre Umgebung und darauf, wo Sie Ihren Wohnwagen parken oder fahren.“

Die Rettungsdienste hatten bereits vier Menschen gerettet, darunter einige aus Autos, die auf überfluteten Straßen gefangen waren, und etwa 700 Hilferufe erhalten, sagte York.

An der dicht besiedelten Goldküste südlich von Brisbane haben die Behörden zudem die Strände wegen einer Gefahr für Surfer geschlossen. Die Rettungsdienste richteten mehrere Orte ein, an denen Menschen sich mit Sandsäcken aufrüsten können.

Waldbrände in Australien

Nach einer extremen Hitzewelle Ende November kam es erneut zu einer Vielzahl von Buschbränden in Australien, die unter anderem die größte Sandinsel der Welt – Fraser Island – zur Hälfte beschädigt haben. Alle Urlauber wurden evakuiert.

Fraser Island wurde 1992 als einzigartiges Naturdenkmal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. In der Sprache der Aborigines wurde die Insel Kgari genannt, was „Paradies“ bedeutet.

Letztes Jahr kamen infolge der Waldbrände mehr als eine Milliarde Tiere ums Leben. Zudem vernichteten die Flammen mehr als zwölf Millionen Hektar Land, das entspricht etwa einem Drittel der Fläche Deutschlands."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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