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Präparat reduziert Wasserbedarf von Pflanzen

Archivmeldung vom 29.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dürregestresster Weizen ohne (li.) und mit OP-Behandlung.
Dürregestresster Weizen ohne (li.) und mit OP-Behandlung.

Bild: ucr.edu

Die Chemikalie Opabactin (OP) reduziert die Wasserverluste von Pflanzen und macht diese so gegen Dürren unempfindlicher. Das haben Forscher der University of California herausgefunden. "Diese Chemikalie ist ein aufregendes neues Werkzeug, das Farmern hilft, ihre Ernten zu sichern, wenn die Niederschläge ausbleiben", so Zellbiologe Sean Cutler.

Vorläufer-Molekül hat versagt

Vor sechs Jahren hat Cutler erkannt, dass ein Molekül namens Quinabactin eine ähnliche Wirkung hat. Es imitiert Abszisinsäure, ein natürliches Hormon, das Pflanzen produzieren, die unter Wassermangel leiden. Das Präparat verlangsamt das Wachstum, sodass die Pflanze weniger Wasser benötigt. Doch Quinabactin zerfällt sehr schnell und verliert seine Wirkung, wenn es auf die Pflanzen gesprüht wird. Zudem ist es teuer, sodass es keine wirkliche Hilfe für Farmer ist. Vor allem beim Weizen wirkte es nur unzureichend.

Cutler und sein Team, zu dem auch Forscher des Medical College of Wisconsin gehören, haben Quinabactin modifiziert und testeten unzählige Varianten auf ihre Wirkung. OP stellte sich als die wirkungsvollste Modifikation heraus. Es ist zehnmal so effektiv wie das Vorläufermolekül. Und es wirkt innerhalb von Stunden, also sehr schnell, wie Messungen ergaben. Das ermöglicht es Farmern, flexibel zu reagieren, also erst dann, wenn auch nach einigen Tagen kein Regen zu erwarten ist.

Molekül gegen Wachstumsschwäche

Einziger Nachteil von OP: Es verlangsamt das Wachstum. Deshalb suchen die Experten jetzt ein Molekül, das diese Wirkung aufhebt. Es könnte eingesetzt werden, wenn die Wirkung von OP noch anhält, jedoch überflüssig ist, weil Regefälle einsetzen. "Es gibt Zeiten, zu denen das Wachstum beschleunigt und Zeiten, in denen es verlangsamt werden soll", sagt Cutler. "Das Ergebnis unserer Forschung wird für beide Fälle brauchbar sein."

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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