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Deutsche Entsorger fordern europaweites Deponieverbot

Archivmeldung vom 23.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Deponie: Verdichtung mit einem Kompaktor
Deponie: Verdichtung mit einem Kompaktor

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Wenn die europäischen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag über europäische Corona-Hilfen und damit auch über einen überarbeiteten EU-Haushalt beraten, dürfen trotz Corona-Krise die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht unter den Tisch fallen, fordert der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Peter Kurth, im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Kurth weiter: "Wer glaubt, dass durch Corona Klimaschutz und eine verbesserte Kreislaufwirtschaft verzichtbar wären, der irrt. Das Thema einer ökologischen Modernisierung unserer Wirtschaft bleibt auf der Tagesordnung." Daher appelliere der Verband mit Nachdruck an die europäischen Spitzenpolitiker, am Green Deal nicht zu rütteln. "Jetzt ist die Zeit zu zeigen, dass Klimaschutz in Europa keine Schönwetterveranstaltung ist."

Insbesondere das Thema Kreislaufwirtschaft und die damit verbundene Produktpolitik der Industrie gehören für Kurth weiterhin auf die Tagesordnung. Damit verbunden ist für den BDE-Chef auch ein europaweites Deponieverbot. "Wenn es gerade in Osteuropa, aber auch in Frankreich nicht mehr die Möglichkeit gibt, Abfälle billig auf der Deponie zu entsorgen, wird eine Infrastruktur aufgebaut, die die stoffliche Wiederverwertung in den Mittelpunkt stellt." Zumal Deponien die "größten Methangasschleudern sind, die man sich vorstellen kann", so der BDE-Präsident weiter mit Blick auf den Klimaschutz. Auch die thermische Verwertung habe ihren Anteil an einer modernen Kreislaufwirtschaft.

Zum Deponieverbot erwartet der Verband auch Impulse durch die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli beginnt. "Wir erwarten, dass diese nicht zu einer Corona-Präsidentschaft wird, sondern mit Nachdruck an der Umsetzung des Green Deals gearbeitet wird", sagt Kurth. Ein Deponieverbot müsse nach Vorstellung des BDE im Jahr 2030 greifen. "Die Länder brauchen zehn Jahre, um eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen", so Kurth.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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