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Tierwohl-Label: Grüne fordern 45 Prozent mehr Platz für Schweine

Archivmeldung vom 21.07.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.07.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Ein gewöhnlicher Schweinemastbetrieb: Perfektionierte Folterung von Lebewesen... (Symbolbild)
Ein gewöhnlicher Schweinemastbetrieb: Perfektionierte Folterung von Lebewesen... (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Grünen im Bundestag fordern von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) deutliche Fortschritte für Schweine beim geplanten staatlichen Tierwohllabel. Die tierschutzpolitische Sprecherin Renate Künast sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Verbraucher erwarten nicht nur etwas mehr Platz in viel zu engen Ställen, sondern deutliche Verbesserungen." Das Platzangebot pro Schwein müsste um mindestens 45 Prozent ausgeweitet werden.

Der gesetzliche Standard für bis zu 110 Kilogramm schwere Tiere kurz vor der Schlachtreife beträgt derzeit 0,75 Quadratmeter. Die Forderung der Grünen wäre gleichbedeutend mit mehr als einem Quadratmeter für Betriebe, die am freiwilligen Label der Bundesregierung teilnehmen.

Bei einem Treffen im Bundeslandwirtschaftsministerium war kürzlich ein Vorschlag diskutiert worden, der in der Einstiegsstufe des Labels mindestens 0,85 Quadratmeter pro Schwein vorsah. Eingebracht hatte ihn die "Initiative Tierwohl" - ein Zusammenschluss von Fleischerzeugern und Handel, bei dem bessere Haltungsbedingungen bereits jetzt aus einem Fonds finanziert werden. Thorsten Staack, Geschäftsführer der Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, nannte den Vorschlag "schon recht sportlich." Eine Umsetzung würde Mehrkosten von über zehn Euro pro Schwein verursachen, sagte er der "NOZ".

Aus dem Bundesministerium hieß es auf Anfrage der Zeitung, verschiedene Vorschläge zur Ausgestaltung der Kriterien würden derzeit diskutiert. "Dieser Prozess wird vorangetrieben, bedarf jedoch der notwendigen Gründlichkeit", so eine Sprecherin.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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