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Tod von Orca-Trainern und Delfinschutz lässt FTI Touristik nicht kalt

Archivmeldung vom 22.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"BLACKFISH" Kinoplakat
"BLACKFISH" Kinoplakat

In dem derzeit in deutschen Kinos laufenden Film BLACKFISH werden Todesfälle von Orca-Trainern und die katastrophalen Haltungsbedingungen der Killerwale in Gefangenschaft in einer beeindruckenden Dokumentation kritisch hinterfragt. Nach der Filmkritik der WELT sei der Streifen "spannend wie ein Thriller". FTI Touristik teilte jetzt mit, dass es sich als viertgrößter deutscher Reiseveranstalter aus dem dubiosen Geschäft des Angebots von Orca- und Delfinshows weltweit verabschiedet.

"In jedem der 22 neuen FTI-Sommerkataloge für 2014, in der gesamten Außendarstellung wie Anzeigen, Plakatwerbung und Reisebürodekoration wird auf die Bewerbung der Shows in Freizeitparks und Hotels verzichtet", so FTI-Manager Ralph Schiller in einer heutigen Pressemitteilung. Der Entschluss geht auf eine Vereinbarung mit der Tierschutzorganisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) zurück, die FTI für den Verzicht mit dem Siegel "delfinfreundlich" auszeichnete.

Das WDSF hatte mehrfach in den Urlaubszielen Türkei, Ägypten und Dubai Missstände und etliche Delfin-Todesfälle in Zusammenhang mit dem "Missbrauch der intelligenten Meeressäuger für die Tiershows" aufgedeckt, wie es WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller formuliert. "Es ist ein Skandal, dass die drei anderen großen Reisekonzerne TUI, Thomas Cook und DER Touristik weiterhin die tierquälerischen Shows mit Delfinen und Orcas selbst nach Todesfällen von Trainern anbieten. Solche Urlaubsziele dieser Konzerne sollte jeder Urlauber boykottieren", so Ortmüller weiter.

TUI hatte sich pikanterweise erst vor einigen Jahren an der Delfinschutzaktion der Vereinten Nationen "Year of the Dolphin" beteiligt. Das WDSF wirft TUI in diesem Zusammenhang jetzt "Augenwischerei" und "Geldmacherei" vor. Ortmüller kritisiert: "Trotz mehrfacher Aufforderungen des WDSF, die Show-Angebote aus dem gesamten Programm zu nehmen, beteiligen sich die Reiseriesen weiterhin an dem Missbrauch von Delfinen und Orcas, weil es ihnen nur ums Geld und nicht um den Schutz dieser wundervollen Tiere geht."

Nach einem tödlichen Unfall eines Orca-Trainers im Loro Park auf Teneriffa durch einen Killerwal vor drei Jahren hatte das WDSF Strafanzeige gegen den deutschen Parkbesitzer Wolfgang Kiessling wegen fahrlässiger Tötung gestellt, weil keine Arbeitsschutzmaßnahmen, wie das Vorhandensein von Beatmungsgeräten, vorhanden gewesen seien.

Quelle: Journal Society GmbH (ots)

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