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57.000 Unterschriften gegen Xenotransplantations-Tierversuche

Archivmeldung vom 20.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Bild: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) und seine Münchner Arbeitsgruppe verurteilen Xenotransplantations-Tierversuche, bei denen unter anderem Herzen genmanipulierter Schweine in Affen transplantiert werden, als fehlgeleitete Forschung und fatal für Mensch und Tier. Der Verein hat im Rahmen seiner Kampagne Unterschriften gesammelt, die den Stopp der Xenotransplantations-Tierversuche fordern und diese gestern dem Bayerischen Staatsministerium übergeben.

Am 19. Februar wurden insgesamt 57.341 Unterschriften im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz an die Ministerialrätin Dr. Ulrike Marschner übergeben, die den Staatsminister Thorsten Glauber vertrat. Frau Dr. Marschner leitet das Referat 45 Tierschutz und Tiergesundheit am Staatsministerium und zeigte sich sehr interessiert an den Ausführungen der Vereinsvertreterinnen Dr. med. Rosmarie Lautenbacher und Christine Müller zum Ablauf dieser grausamen Experimente und zu deren unwägbaren Risiken für den Menschen.

Die Unterschriftenübergabe erfolgte in München, da an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) seit mindestens 20 Jahren Schweineorgane auf Affen übertragen werden und erst vor wenigen Wochen die LMU München das Überleben eines Pavians für mehrere Monate – dem zuvor das Herz eines genmanipulierten Ferkels eingepflanzt wurde – als Erfolg gefeiert hat. Vorgebliches Ziel sei, den Mangel an menschlichen Spenderorganen auszugleichen. Abgesehen von der ethischen Fragwürdigkeit, Tiere als Ersatzteillager für menschliche Organe zu benutzen, ist die Xenotransplantation laut Ärzte gegen Tierversuche jedoch ein fataler Irrweg, der keinen medizinischen Fortschritt hervorbringt.

Vielmehr seien die Versuche, die nach EU-Vorgaben in die höchste Leidenskategorie eingruppiert sind, sowohl für die Spender- als auch Empfängertiere extrem qualvoll. Das Anschwellen des Herzen auf das Dreifache, Wassereinlagerungen im Brustkorb, schwere Atemnot, Tod nach wenigen Tagen oder Wochen durch völliges Versagen von Herz und Leber sind nur einige der schwerwiegenden Leiden. Letztlich sterben die Affen an den Abstoßungsreaktionen. Für Menschen besteht die Gefahr der Übertragung von Viren, zudem ist ungewiss, welche Schäden sie durch das Einpflanzen eines artfremden Organs erleiden können.

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

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