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ROBIN WOOD setzt Großhändler Papier Union unter Druck

Archivmeldung vom 11.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Umweltorganisation ROBIN WOOD fordert große Papierverbraucher in Deutschland auf, ab sofort auf Papier aus Indonesien zu verzichten. Ein entsprechendes Schreiben hat ROBIN WOOD gestern an mehr als 100 große Konzerne verschickt, u.a. an Banken und Versicherungen.

ROBIN WOOD appelliert darin außerdem an die Unternehmen, - wo dies technisch möglich ist - ausschließlich Recyclingpapier einzusetzen und vor allem Papier zu sparen. Anlass des Schreibens war ein Aufruf, den ROBIN WOOD aus Indonesien erhielt. Darin ruft Cappa, das Netzwerk von Opfern der indonesischen Papierindustrie, Kunden in der EU zu einem sofortigen Boykott für Papier aus Indonesien auf, um die dramatische Waldzerstörung in ihrem Land zu stoppen.

Auf der indonesischen Insel Sumatra richtet die Papierindustrie ein ökologisches Desaster an. Es sind vor allem die Konzerne APRIL und APP die ihre riesigen Papierwerke mit Tropenholz („Mixed Tropical Hardwood“) füttern. Die Konzerne lassen jahrhundertealte Torfwälder kahl schlagen und trocken legen, um dort anschließend Akazien-Monokulturen anzulegen. Der in der Torfschicht gebundene Kohlenstoff entweicht dabei in die Atmosphäre und wird zum Klimakiller Kohlendioxid. Dadurch ist Indonesien nach den USA und China mittlerweile der drittgrößte CO2-Emittent auf der Erde.

Indonesisches Papier auf dem deutschen Markt stammt überwiegend von APRIL. Der Großhändler Papier Union, der zur großen europäischen Papierhandelsgruppe INAPA gehört, vertreibt es unter den Markennamen „Paper One“ und „Perfect Print“.

Obwohl Papier Union auch durch ROBIN WOOD detailliert über die skandalösen Zustände bei APRIL informiert ist, hat der Konzern seine Handelspraktiken bislang nicht geändert. Papier Union zieht sich darauf zurück, der Zellstoff des von ihnen gehandelten APRIL-Papiers stamme aus Akazien-Plantagen. Tatsache ist jedoch, dass für diese Plantagen Regenwald gerodet wurde. Tatsache ist auch, dass APRIL zu den größten Regenwaldvernichtern weltweit gehört und darum als Geschäftspartner inakzeptabel ist.

Daher fordert auch das Netzwerk Cappa, generell keine APRIL-Produkte mehr zu kaufen. Cappa-Koordinator Rivani Noor wendet sich gezielt an die Kunden in Europa: „Wenn Sie APRIL-Produkte kaufen und verwenden, tragen Sie zur Waldzerstörung in Indonesien bei.“

Da Papier Union bisher uneinsichtig ist, setzt ROBIN WOOD nun auf die Kunden des Großhändlers. „Wir gehen davon aus, dass Großverbraucher in Deutschland kein Interesse daran haben, mit den Machenschaften der indonesischen Papier-Mafia in Verbindung gebracht zu werden“, sagt Peter Gerhardt, Tropenwaldreferent bei ROBIN WOOD. „Papier Union wird sich deshalb mit seinen Raubbau-Geschäften zunehmend isolieren.“

Quelle: ROBIN WOOD

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