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MDR: Illegale Pestizide auf Grenzmarkt in Polen

Archivmeldung vom 23.09.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.09.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Glyphosat / Roundup: Ätzend und umweltgefährlich. Diese Informationen finden sich auf der Verpackung.
Glyphosat / Roundup: Ätzend und umweltgefährlich. Diese Informationen finden sich auf der Verpackung.

Bild: Eigenes Werk /OTT

Auf dem grenznahen Markt in Slubice werden illegale Pflanzenschutzmittel verkauft. Das hat ein Team des MDR-Magazins "Exakt" aufgedeckt. Bei einem Test mit versteckter Kamera wurde den Reportern "Bi 58" mit dem Wirkstoff Dimethoat angeboten, das steht im Verdacht krebserregend zu sein.

Außerdem entdeckten die Reporter "Dursban" mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos, das die Gehirnentwicklung von ungeborenen Kindern negativ beeinflussen soll. Beide Substanzen sind in der gesamten EU verboten. Auch Restbestände von "BI 58" und "Dursban" dürfen seit wenigen Monaten nicht mehr verkauft werden.

Der Markt in Slubice ist einer der größten grenznahen Märkte und bei deutschen Einkauftouristen besonders beliebt. Auf Anfrage von MDR "Exakt" teilen das polnische Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie die Staatliche Pflanzenschutz- und Samenzuchtinspektion mit, dass der Markt in Slubice regelmäßig kontrolliert werde. Verstöße seien bislang nicht festgestellt worden.

Chemiker Nils Kurlemann vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelsicherheit in Braunschweig stuft den Handel mit illegalen Pestiziden als organisierte Kriminalität ein. Über die Funde in Polen sagte er gegenüber "Exakt": "Es ist natürlich ein Skandal. Wir haben es hier mit einem streng regulierten Produkt zu tun. Und wir haben hier auch Leute, die mit illegalen Pflanzenschutzmitteln Geld verdienen. Insgesamt ist das Geschäft mit illegalen Pflanzenschutzmitteln ein Millionengeschäft, mit einem streng regulierten Produkt. Und das ist für das System ein großes Problem." Wer Pflanzenschutzmittel nach Deutschland einführt, dem drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro.

Mehr dazu unter:www.mdraktuell.de und in "Exakt" am 23.09.2020, 20.15 Uhr, MDR-Fernsehen

Quelle: MDR Exklusiv-Meldung (ots)

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