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Nach traditionellem Gemetzel: Färöer-Inseln wollen Regeln der Delfinjagd überprüfen

Archivmeldung vom 17.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Färöer-Inseln während der Delfinjagd (Symbolbild)
Färöer-Inseln während der Delfinjagd (Symbolbild)

Bild:CC BY-SA 3.0 / Erik Christensen / Wikimedia Commons

Die Regionalregierung der Färöer-Inseln will die Regeln der Jagd auf Grindwale und Weißseitendelfine einer Prüfung unterziehen. Diese Tradition aus Wikingerzeiten ist letzten Sonntag erneut in heftige Kritik geraten, nachdem mehr als 1400 Meeressäuger in einen Fjord getrieben und getötet worden waren. Dies meldet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter heißt es diesbezüglich auf deren deutschen Webseite: "Das Video, das die Umweltschutzorganisation „Sea Shepherd“ auf Facebook am Sonntag veröffentlichte, ist schockierend. Zu sehen ist, wie Delfine zu Hunderten aus blutrotem Wasser an den Strand gezogen werden. Es sei die größte Herde von Meeressäugern, die auf den Färöer-Inseln jemals bei einer einzigen Aktion getötet worden sei, erklärten die Umweltschützer. Der färöische Rundfunksender „KVF“ bezifferte die Zahl der am Sonntagabend im Skálafjord erlegten Tiere auf mehr als 1400.

Diese Aktion ist Ausdruck der auf den Färöer-Inseln traditionsreichen Delfinjagd unter dem Namen „Grindadrap“. Die schockierenden Bilder haben erneut eine Diskussion über diese Tradition ausgelöst. Mittlerweile hat sich die Regionalregierung der zum dänischen Königreich zählenden, aber weitgehend autonomen Inseln im Nordatlantik zu einer Überprüfung der Jagdregeln entschlossen.

„Wir nehmen diese Diskussion sehr ernst … Wir werden die Regeln der Delfinjagd und die Frage, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen soll, eingehend begutachten. Die Regierung hat beschlossen, eine Überprüfung der Regeln einzuleiten, die den Fang der Weißseitendelfine betreffen“, erklärte der Regierungschef der Färöer, Bárdur á Steig Nielsen, in einer Mitteilung.

Derzeit ist es so, dass die Tiere bei der Delfinjagd von Schiffen und Booten in eine Bucht getrieben und dort geschlachtet werden. Das Fleisch wird im Anschluss an die Teilnehmer verteilt. Hauptsächlich werden Grindwale erlegt, aber manchmal auch Delfine. Laut färöischen Zählungen wurden 2020 insgesamt 576 Grindwale sowie 35 Weißseitendelfine getötet. Die Zahl von mehr als 1400 getöteten Delfinen (Grindwal ist eine Art der Delfine) ist also außergewöhnlich hoch."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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