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Irland: Erfolgreiche Geisternetzbergung

Archivmeldung vom 11.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ghost Fishing Stiftung
Ghost Fishing Stiftung

Vom 03. bis 06. September führten Taucher der niederländischen Ghost Fishing Stiftung mit Unterstützung der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. (GRD) und Scubadive West an der Westküste von Irland erstmals eine Bergungsaktion für herrenloses Fischfanggerät durch.

Todesfallen am Meeresgrund

Sechs technische Taucher der Ghost Fishing Stiftung, die von GRD-Biologen und Kameraleuten begleitet wurden, nahmen an der Mission teil. Sie bargen 57 verlorenen gegangene Hummerreusen, hunderte Meter im Meer treibende Taue und mehrere Geisternetze vom Meeresgrund des Killary Fjords. Hummerfallen reißen sich bei starkem Sturm, oder bei Kollision mit vorbeifahrenden Booten von ihren Befestigungsseilen. Sie sinken auf den Grund des Meeres und fischen dort sinnlos weiter. In den jetzt geborgenen Hummerfallen befanden sich viele zu Grunde gegangene Meerestiere wie Katzenhaie oder Krabben. Einige andere Katzenhaie, Conger-Aale, Hummer und andere Krebsarten konnten lebend befreit werden. Die von einem Muschelboot geborgenen Fanggeräte wurden lokalen Fischern zurückgegeben, damit die Reusen wiederverwendet werden.

Meeresboden ist übersäht mit Hummerreusen

Die GPS-Koordinaten der meisten geborgenen Reusen waren den Tauchern bereits durch eine Erkundungsmission vom Mai 2018 bekannt. Während der Mission „Steel & Pots“ wurden in noch unergründeten Gebieten viele weitere Reusen aufgespürt und geborgen. Es war überraschend leicht, sie zu finden: Der Meeresboden in der untersuchten Region ist geradezu übersäht mit verlorengegangenen Hummerfallen.

Geschätzte 640.000 Tonnen Geisternetze töten jedes Jahr mehr als 136.000 Seehunde, Seelöwen, Delfine, Wale und zusätzlich Millionen Seevögel, Meeresschildkröten, Fische und viele kleinere Organismen, die für das Ökosystem Meer notwendig sind. Geisternetze stellen weltweit eine enorme Bedrohung der marinen Artenvielfalt dar.

Präsentation und Strandsäuberungsaktion

Am 05. September war die lokale Bevölkerung zu einer Präsentation der Ghost Fishing Stiftung und GRD im Galway Aquarium eingeladen, wo die Organisationen ihre Arbeit vorzustellten. Eine von Clean Coasts und dem Galway Aquarium gemeinsam organsierte Strandsäuberungsaktion fand am 6. am Grattan-Strand in Salthill statt. Dabei wurde etlicher Verpackungsmüll, Netzreste, Kleidung und sogar eine alte Bettdecke gesammelt und anschließend entsorgt.
Viele Interessierte informierten sich bei den Events über die weltweit von Geisternetzen und anderem verlorenen Fischereigerät ausgehenden Gefahren und wie diese beseitigt werden können.

Ghost Fishing beabsichtigt nächstes Jahr wieder nach Irland zurückzukehren und dort einen irischen Ortsverband zu gründen. Hierfür werden noch erfahrene technische Taucher benötigt.

Quelle: Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD)

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