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Chef der rumänischen Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA tötet illegal Hunde und verprügelt Tierfreundin

Archivmeldung vom 15.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Der Chef der ASPA greift eine Tierschützerin an. Bild:  © Andreea Balaurea
Der Chef der ASPA greift eine Tierschützerin an. Bild: © Andreea Balaurea

Ein Skandal erhitzt derzeit die Gemüter in Rumänien: Răzvan Băncescu, Chef der Bukarester Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA, und seine Mitarbeiter fangen immer noch Streunerhunde in den Straßen Bukarests und töten sie auf grausame Weise. Sowohl das Fangen, als auch das Töten von Streunerhunden sind seit dem 20. Juni illegal. Der ASPA-Chef hatte öffentlich erklärt, dass die ASPA mit ihrer Arbeit wie gewohnt fortfahren könne, indem sie "legale Schlupflöcher” nutze. In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli prügelte Băncescu in Bukarest brutal auf eine junge Tierfreundin ein, die versuchte, Streunerhunde davor zu bewahren, gefangen und getötet zu werden. Die Tat wurde von einer Augenzeugin gefilmt.

Das Video, das von allen großen rumänischen Medien veröffentlicht wurde, führt derzeit zu hitzigen Diskussionen innerhalb der rumänischen Medien und der Bevölkerung.

Am 9. Juli 2014 erstattete die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN Strafanzeige gegen das ASPA-Management, repräsentiert durch Răzvan Băncescu und Bogdan Treeroiu, die den Beschluss des Bukarester Appellationsgerichts, die Anwendungsnormen des Streunderhunde-Tötungsgesetzes aufzuheben, ignorieren. Die Strafanzeige bezieht sich auf Amtmissbrauch, Veruntreuung und illegale Tötung von Tieren.

"Es gibt keine legalen Schlupflöcher. Das Töten von Streunerhunden ist illegal", betont Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei VIER PFOTEN. "Băncescu tötet brutal Streunerhunde, er schlägt und tritt Tierfreunde, so dass sie medizinische Hilfe brauchen. Dieser Mann ist eine öffentliche Gefahr für Menschen und Tiere. Ein solches Verhalten ist alles andere als ein gutes Aushängeschild für eine öffentliche Behörde. Die ASPA wird von öffentlichen Geldern finanziert, und es ist ein Skandal, dass sowohl die Polizei, als auch der Bürgermeister von Bukarest Gewalt und Gesetzesbruch unterstützen, indem sie eine solche Person in Freiheit leben lassen. Wir können das nicht dulden, deshalb leiten wir rechtliche Schritte ein."

VIER PFOTEN appellierte in den letzten Wochen an alle rumänischen Stadtverwaltungen und Institutionen, die für das Management der Streunerhunde verantwortlich sind, die Beschlüsse des rumänischen Rechtssystems zu respektieren – Beschlüsse, die allgemeingültig sind und Rumänien als einen Rechtsstaat sichern. Die Tierschutzorganisation betonte außerdem ausdrücklich, dass sie jegliche Art von Gewalt missbilige und forderte sowohl die rumänischen Behörden, als auch die rumänische Gesellschaft auf, sich an die Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens einer modernen Gesellschaft zu halten.

Durch einen Beschluss des Bukarester Appellationsgerichts vom 20. Juni 2014 wurden die Anwendungsnormen des Gesetzes zum Management der Streunerhunde aufgehoben. Somit kann das Gesetz nicht angewandt werden. Jegliche Aktivität bezüglich des Streunerhunde-Managements muss damit eingestellt werden.

Quelle: VIER PFOTEN

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