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foodwatch zu Tierwohlkennzeichnung

Archivmeldung vom 11.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Sau in Kastenstand mit Ferkeln in der Intensivtierhaltung, eine legale Art der Tierquälerei.
Sau in Kastenstand mit Ferkeln in der Intensivtierhaltung, eine legale Art der Tierquälerei.

Foto: Maqi
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Zu der geplanten Tierwohlkennzeichnung von deutschen Lebensmittelhändlern wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl, erklärt Matthias Wolfschmidt, Internationaler Kampagnendirektor der Verbraucherorganisation foodwatch: "Bei der sogenannten Tierwohlkennzeichnung geht es ausschließlich um formale Haltungsbedingungen, also etwa Platz, Spielmöglichkeiten oder Auslauf im Freien."

Wolfschmidt weiter: "Das garantiert aber nicht, dass es den Tieren gut geht - viel zu oft sind Nutztiere krank, leiden und haben Schmerzen. Die Gesundheit der Nutztiere spielt bei der Tierwohlkennzeichnung von Aldi, Rewe & Co. überhaupt keine Rolle - das ist eine große Irreführung der Verbraucherinnen und Verbraucher."

HINTERGRUND:

Bisher gibt es keine gesetzlichen Zielvorgaben für die Gesundheit von Nutztieren, die Erkrankungsraten werden nicht systematisch erfasst. foodwatch fordert ein bundesweites, betriebsgenaues Tiergesundheitsmonitoring sowie verbindliche Vorgaben für die Verbesserung der Gesundheit von Nutztieren. Für Betriebe, deren Tiere wiederholt sehr schlechte Zustände aufweisen, muss es rechtliche Konsequenzen geben. Umgekehrt sollten Betriebe, die ein hohes Maß an Tiergesundheit erreichen, dafür finanziell belohnt werden.

Die Erkrankungsraten bei Nutztieren hängen von verschiedenen Faktoren ab - einen bisher kaum diskutierten, jedoch sehr großen Einfluss auf die Tiergesundheit hat das Management des Betriebs durch den Tierhalter. Der Gesundheitszustand der Tiere unterscheidet sich deshalb sehr stark von Betrieb zu Betrieb.

Quelle: foodwatch e.V. (ots)

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