Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Natur/Umwelt Walfossil gibt Aufschluss über die Hebung Ostafrikas

Walfossil gibt Aufschluss über die Hebung Ostafrikas

Archivmeldung vom 17.03.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.03.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Walfossil zum Zeitpunkt der Wiederentdeckung 2011
Quelle: Foto: Louis L. Jacobs, Southern Methodist University (idw)
Walfossil zum Zeitpunkt der Wiederentdeckung 2011 Quelle: Foto: Louis L. Jacobs, Southern Methodist University (idw)

Ein wiederentdecktes Walfossil verrät den zeitlichen Beginn der Hebung Ostafrikas vor mehr als 17 Millionen Jahren. Entsprechend einer neuen Studie ging diese Hebung mit Umweltveränderungen einher, die vermutlich die Menschheitsentwicklung prägte. Dr. Henry Wichura vom Institut für Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam und seine Kollegen untersuchten den Schädel eines Schnabelwals aus der heutigen Turkana-Region in Kenia – 740 Kilometer im Landesinneren und auf einer Höhe von 620 Metern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der renommierten Fachzeitschrift PNAS.

Das 17 Millionen Jahre alte Fossil wurde 1964 während einer Expedition gefunden und ausgegraben. Erst elf Jahre später ist es öffentlich gezeigt worden. Danach galt es für mehr als 36 Jahre als verschollen. In einer Kollektion für besonders große Fundstücke wurde es 2011 wiederentdeckt.

Das Fossil repräsentiert einen tieftauchenden Meeressäuger innerhalb der Walfamilie. Dr. Henry Wichura und seine Kollegen berichten, dass das Tier sich während seiner Wanderung entlang der Ostafrikanischen Küste in einem bedeutenden Flusssystem verirrte und etwas über dem Meeresspiegel, aber weit im Landesinneren strandete. Die Ostafrikanische Region war vor 17 Millionen Jahren relativ flach und durch häufigen Regenfall gekennzeichnet. Die Flora wies eine regenwaldähnliche, sehr dichte Vegetation auf und bildete das Habitat diverser Säugetierarten, einschließlich früher Primaten. Die Hebung Ostafrikas führte zu trockeneren Umweltbedingungen, offenen Habitaten und förderte vermutlich die Entwicklung des aufrechten Ganges, so die Wissenschaftler.

Quelle: Universität Potsdam (idw)

Videos
Daniel Mantey Bild: Hertwelle432
"MANTEY halb 8" deckt auf - Wer steuert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Mantey halb 8 - Logo des Sendeformates
"MANTEY halb 8": Enthüllungen zu Medienverantwortung und Turcks Überraschungen bei und Energiewende-Renditen!
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte dehnt in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige