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Viele Gebäude des Bundes ohne Energieausweis

Archivmeldung vom 22.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Bei der energetischen Sanierung der eigenen Gebäude bleibt die Regierung unter den selbst gesteckten Zielen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Das trifft insbesondere auf nachgeordnete Bundesbehörden zu.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte von 14 Verwaltungsbauten den Energieausweis angefordert. Doch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) konnte überhaupt nur für zwei dieser Gebäude einen solchen Nachweis liefern. Für Besitzer von Wohngebäuden ist ein Energieausweis Pflicht. Die Behörde begründet das etwa damit, dass manche Gebäude unter Denkmalschutz stünden, sodass "keine Pflicht zur Erstellung von Energieausweisen" bestehe, so die Bima gegenüber dem Umwelt-Verein. Liegenschaften wie das Eisenbahn-Bundesamt seien "der Öffentlichkeit nicht zugänglich", weshalb keine Analyse des Energiebedarfs notwendig sei.

Für die beiden Gebäude mit Energieausweis, darunter das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung am Dienstsitz Berlin, ergab die Analyse der DUH, dass sie der selbst auferlegten Verpflichtung des Bundes nicht genügen. Um die Energiesparpotenziale im Gebäudebereich nicht zu vergeuden, müsse "die Bundesregierung den Stillstand beenden und jetzt im Klimakabinett kurzfristig wirkungsvolle Maßnahmen für den Bereich Gebäude auf den Weg bringen", sagt Constantin Zerger, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz bei der DUH. Er fordert die Veröffentlichung des Energetischen Sanierungsfahrplans Bundesliegenschaften.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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