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WWF: vietnamesiche Fischzucht verbessert seine Umweltbilanz

Archivmeldung vom 18.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Pangasiusfischerei in Vietnam. Bild: Catherine Zucco / WWF
Pangasiusfischerei in Vietnam. Bild: Catherine Zucco / WWF

Am Mekong vollzieht sich ein Wandel, der als Fischfilet auf deutschen Tellern ankommt. "Über zehn Prozent der vietnamesischen Pangasiusfarmen für den Export haben ihre Produktion so umgestellt, dass die Umwelt im Mekongdelta weniger belastet wird", freut sich Heike Vesper, Fischereiexpertin des WWF über den Erfolg. "Das ist ein Durchbruch für den Umweltschutz, denn nicht nur diese einzelnen Pionier-Betriebe sondern ein ganzer Industriezweig wird sich innerhalb weniger Jahre komplett wandeln. Ein wichtiges Etappenziel haben wir jetzt erreicht."

Eingeleitet wurde die Wende im Jahr 2010, nachdem der WWF auf die negativen Umweltauswirkungen der boomenden vietnamesischen Pangasiuszucht aufmerksam gemacht hatte. In der Folge schlossen der WWF und die Vereinigung der Produzenten und Exporteure von vietnamesischen Meeresfrüchten (VASEP) sowie der vietnamesische Fischereiverband (VINAFIS) eine Kooperationsvereinbarung, mit der die Auswirkungen der Pangasiuszucht ökologisch und sozial verträglicher gestaltet werden. Überprüft und nachgewiesen wird die Umstellung durch externe Zertifizierung der Zuchten. Das erste Zwischenziel, bis Ende 2012 zehn Prozent der Pangasius-Produktion für den Export nach dem Standard des ASC (Aquaculture Stewardship Council)zu zertifizieren, wurde erreicht. Als nächstes soll bis 2015 soll der gesamte vietnamesische Pangasius-Exportsektor zertifiziert sein - 50 Prozent davon nach den ASC-Kriterien. Der Rest entfällt auf andere internationale Zertifizierungen für Zuchtfisch. Die Standards beinhalten eine geringere Abwasserbelastung, weniger Chemie- und Medikamenteneinsatz sowie eine geringere Bestandsdichte in den Teichen. Zudem müssen Arbeits- und Sozialstandards erfüllt werden.

Mehr als 90 Prozent des weltweit verkauften Pangasius stammt aus Vietnam. Der Großteil der Farmen, deren Größe zwischen einem und mehreren Hundert Hektar variiert, befindet sich im Mekong Delta. Weltweit werden pro Jahr 1,3 Millionen Tonnen Pangasius gezüchtet.

In Deutschland zählt Pangasius zu den fünf beliebtesten Speisefischen. Der WWF begrüßt daher, dass Pangasius aus ASC-zertifizierten Farmen jetzt auch für deutsche Verbraucher erhältlich ist. Das aquamarinfarbene Label des ASC macht Fisch aus verantwortungsvoller Zucht für Verbraucher kenntlich. "Liebhaber von Pangasiusfilets haben jetzt neben Produkten aus Bio-Zucht eine weitere gute Option beim Einkauf", so WWF-Expertin Heike Vesper. Sie appelliert an die Konsumenten sich für bewussten Fischgenuss zu entscheiden: "Deutschlands Nachfrage nach möglichst billigem Fisch hat anderswo Umweltschäden zur Folge. Wer auf Umwelt- und Biosiegel achtet statt beim Fischeinkauf auf Schnäppchenjagd zu gehen, hilft Aquakultur und Fischerei umweltverträglicher zu machen." Mit der ASC-Zertifizierung seien die Weichen gestellt, um die konventionelle Pangasiuszucht und damit die Produktion für den Massenmarkt umweltschonender zu gestalten.

Quelle: WWF World Wide Fund For Nature (ots)

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