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Ricky Gervais will noch miterleben, wie heutige "wokes" von zukünftigen "wokes" gecancelt werden

Archivmeldung vom 25.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Ricky Gervais (2010), Archivbild
Ricky Gervais (2010), Archivbild

Foto: Thomas Atilla Lewis
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ricky Gervais ist nicht nur ein erfolgreicher Komiker, der mit seinem bissigen Humor gerne aneckt – er ist auch ein ausgewiesener Kritiker der sogenannten "Cancel Culture". In einem Podcast erklärte er nun, er hoffe auf ein langes Leben – aus einem ganz bestimmten Grund. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Ricky Gervais zählt zweifelsohne zu den Besten seines Fachs. Der mehrfach preisgekrönte Komiker und bekennende Atheist kann vor allem etwas, was die Engländer als "taking the piss" umschreiben – dies hat weniger mit dem Aufsuchen des Pissoirs zu tun, sondern vielmehr mit dem Auslachen anderer. Legendär sind mittlerweile seine Reden als Gastgeber der Golden-Globe-Verleihungen, in denen er kein gutes Haar an der versammelten Hollywood-Prominenz ließ.

So bezeichnete er einmal die Anwesenden als "widerwärtigen, pillenschluckenden, sexuell perversen Abschaum". Er werde seinen Monolog zu Ende bringen und sich dann verstecken. Und "nicht einmal Sean Penn" werde ihn finden – eine Anspielung auf das heimliche Treffen im Jahr 2016 von Penn mit dem seinerzeit untergetauchten mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán, der kurz danach ausfindig gemacht und verhaftet wurde.

Gervais reibt sich auch gern an der aktuell präsenten "Cancel Culture". In einer Folge seiner Podcast-Serie "Absolutely Mental" (auf Deutsch in etwa "Absolut irre"), zusammen mit dem US-Philosophen Sam Harris, erklärte Gervais: "Ich möchte lange genug leben, um zu sehen, wie die jüngere Generation nicht woke genug für die nächste Generation ist."

Denn das werde passieren, erklärte Gervais. Die heutigen "Woke" begriffen nicht, dass sie als Nächstes dran seien. "Das ist ja das Komische", so Gervais. Irgendwann seien die "Woke" von heute nicht mehr "woke" genug. Zwar habe auch seine Generation seinerzeit "die alte Garde rausgeschmissen", doch man könne nur bis zu einem bestimmten Punkt "woke und liberal sein". Ab da "gehe man in die andere Richtung", das sei "unvermeidlich".

Sein Gesprächspartner Harris fügte an, dass Fortschrittlichkeit nicht unbedingt etwas Generationsabhängiges sei, und sagte, dass "egal, wie links du bist", es scheinbar immer jemanden gebe, der "weiter links" sei und dich "wie einen Nazi" behandeln werde. Laut Gervais sind Leute, die ständig ihre "Tugendhaftigkeit" nach außen kehren müssen, Menschen die denken: "Wenn ich dich wegen dieser Kleinigkeit angreife, dann denke, wie gut ich sein muss, wie gut ich bin, wenn ich mich um diese Dinge kümmere, die nicht wichtig sind."

Der Zeitung The Daily Star verriet Gervais, was er machen würde, wenn er einmal gecancelt werden sollte – nämlich "einfach weitermachen". Wenn es sein muss, werde er in den Hyde Park gehen, sich auf eine Bank stellen und "Sch...!" schreien."

Quelle: RT DE

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