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Matthias Reim: Deutsche Pop- und Schlagermusik wird wie ein Stiefkind behandelt

Archivmeldung vom 20.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Matthias Reim beim Konzert im Familiengarten Eberswalde am 24. August 2007.
Matthias Reim beim Konzert im Familiengarten Eberswalde am 24. August 2007.

Foto: Marcela
Lizenz: GFDL 1.2
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Pop- und Schlagersänger Matthias Reim ("Verdammt, ich lieb' Dich") kann nicht nachvollziehen, warum zahlreiche Radiostationen deutsche Pop- und Schlager-Musik ignorieren: "Es ist einfach schade, dass so viel hochqualitative deutsche Musik wie ein Stiefkind behandelt wird, obwohl das Stiefkind schon längst die Straßen regiert", sagte der 56-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er könne sich diese ablehnende Haltung von vielen Senderredaktionen nicht erklären. "Man sieht, dass es eine gigantische Renaissance gibt, dass dieser Bereich ein gigantischer Wirtschaftsfaktor geworden ist. Das Volk, das zu Zehntausenden in die Hallen strömt, um deutsche Künstler zu sehen, wird völlig ignoriert."

Nach Meinung des Schlagerstars sind die Senderverantwortlichen offensichtlich immer noch der Meinung, dass sie mit deutscher Musik dieser Stilrichtungen "das jugendliche Klientel vergraulen". Reim weiter: "Und das ist eine falsche Meinung, wenn ich mir das jugendliche Publikum in den Hallen anschaue. Aber mit dem gleichen Schicksal hatte zum Beispiel Mitte der 1990er-Jahre auch schon Wolfgang Petry zu kämpfen. Er hat Stadien gefüllt und wurde von vielen Radiosendern nicht gespielt. Das wurde als Kurzkult abgetan." Die aktuelle Prognose von Matthias Reim: "Über kurz oder lang landen diese Sender auf ihren Hinterteilen. Die Quoten werden dort sinken - und bei denen steigen, die Toleranz zeigen."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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