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Manfred Krug: "Ich wollte nicht, nur weil ich Schauspieler geworden bin, beschissen leben"

Archivmeldung vom 20.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Manfred Krug (2003)
Manfred Krug (2003)

Foto: Blaues Sofa - FlickreviewR
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Dem Schauspieler Manfred Krug ist es seinerzeit nicht leicht gefallen, die DDR zu verlassen. "Wenn man ein solches Drama erlebt, man muss aus seinem Land wegziehen, man muss aus seinem Haus wegziehen, aus meinem Garten, den ich gepflegt und schön gemacht habe - das kann man nur ertragen, wenn man sagt: die trüben Tassen. Die verdienen es nicht besser!", sagte der 77-Jährige in einem Interview mit dem stern. "Ich wollte nicht, nur weil ich Schauspieler geworden bin, beschissen leben."

Für den damals 40-jährigen Krug war die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann der Anstoß gewesen. Im Westen stand der Schauspieler anfangs unter Druck, weil den DDR-Star hier niemand kannte. "Es war wirklich ein Sprung ins eiskalte Wasser. Aber ich habe immer auf mich gebaut", sagte Krug, den seine Rolle als Fernfahrer in der TV-Serie "Auf Achse" in der damaligen BRD bekannt machte.

Krug, der eine schwere Herzoperation hinter sich hat, ist vom Alter genervt: "Viele gehen spazieren. Mein Hobby ist das nicht." Stattdessen hat Krug mit der Sängerin Uschi Brüning eine CD mit alltagspoetischen Texten zu amerikanisch klingenden Jazz Musik aufgenommen. Wenn die Mädchen bei Konzerten nach dem Abschiedslied "die Taschentücher herausholen, kribbelt es immer noch", sagte Krug dem stern. "Bei jüngeren Sängern kreischen die Mädchen und fallen in Ohnmacht. Aber so war es bei mir nie. Mir reichen die leisen Taschentücher."

Quelle: Gruner+Jahr, stern (ots)

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