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Hollywood-Star Antje Traue: "Entscheiden fällt mir manchmal heute noch schwer"

Archivmeldung vom 04.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: "obs/EMOTION Verlag GmbH/Stephanie Pfänder"
Bild: "obs/EMOTION Verlag GmbH/Stephanie Pfänder"

In Hollywood ist Antje Traue schon seit Jahren ein Star. Bei uns eine Neuentdeckung, die gleich mit drei deutschen Filmen in die Kinos kommt. Dass viele Optionen nicht immer ein Segen sind, weiß die Schauspielerin, die in der DDR und Westdeutschland aufgewachsen ist. "Zu viele Möglichkeiten können auch schwierig sein", sagt Antje Traue im EMOTION-Interview . Im Alter von acht Jahren zog sie nach dem Mauerfall mit ihrer Mutter und der zwei Jahre jüngeren Schwester nach Süddeutschland.

"München war für uns wie eine Wundertüte. Dieser Überfluss, diese Möglichkeiten! Ein unfassbarer Luxus", sagt die 35-Jährige, die im sächsischen Mittweida geboren wurde. Diese Erfahrung zweier politischer Systeme fasst die "Vier gegen die Wand"-Darstellerin so zusammen: "In einem diktatorischen System trifft man wenig Entscheidungen selbst - der Staat trifft sie für einen.

Man hat keine Wahl und lernt dadurch auch nicht zu wählen. Ich habe schnell festgestellt, dass die Freiheit überfordernd sein kann", weiß Antje Traue, die als Widersacherin von Superman in "Man of Steel" 2013 ihren internationalen Durchbruch feierte. Sie musste Entscheiden erst lernen. "Das fällt mir manchmal heute noch schwer."

Nicht nur diese Erfahrung hat den Hollywood-Star geprägt - auch der frühe Unfalltod der Mutter. Da war sie gerade 18. "Um diese Traurigkeit zu überwinden, entwickelte ich eine gewisse Härte. Tatsächlich habe ich das später immer wieder auch nutzen können.

Es mag komisch klingen, aber in vielen künstlerischen Momenten wurde dieses Erlebnis zur Kraftquelle", erzählt die Wahl-Berlinerin im EMOTION-Interview und sagt, sie habe ihre Rolle in "Pandorum" auch ihrer Härte und Traurigkeit zu verdanken. "Meine Rolle war wie ein Abbild meiner damaligen Lebenssituation" - der Regisseur suchte eine Hauptdarstellerin, "die ums nackte Überleben kämpft".

Antje Traue hat auch erfahren, dass eine gewisse Risikobereitschaft oft zu schöneren Dingen führt. "Ich warte inzwischen gern auf gute Drehbücher und lasse mir Zeit dabei. Denn ich habe gelernt, dass ein Nein manchmal größere Möglichkeiten eröffnet."

Quelle: EMOTION Verlag GmbH (ots)

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