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ARD und ZDF begrüßen Schweizer Votum für Rundfunkgebühren

Archivmeldung vom 05.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wahl, Wahlurne, Stimmabgabe (Symbolbild)
Wahl, Wahlurne, Stimmabgabe (Symbolbild)

Bild: Gabi Eder / pixelio.de

ARD und ZDF haben die Entscheidung der Schweizer gegen eine Abschaffung der Rundfunkgebühren begrüßt. "Das Abstimmungsergebnis freut mich sehr. Die Schweizerinnen und Schweizer haben damit ein Zeichen gesetzt und deutlich gemacht, welche Bedeutung der öffentlich-rechtliche Rundfunk für eine pluralistische Gesellschaft hat", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut am Sonntag in Mainz.

Auch in Deutschland müssten sich ZDF und ARD richtigerweise immer wieder einer Legitimationsdebatte stellen und um die Akzeptanz bei den Beitragszahlern kämpfen. Das Abstimmungsergebnis in der Schweiz sei ein "ermutigendes Signal".

Der ARD-Vorsitzende und Vertreter des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Europäischen Rundfunkunion (EBU), Ulrich Wilhelm, bezeichnete das klare Votum der Schweizer für den Erhalt der Rundfunkgebühren unterdessen als "wichtiges Signal für unabhängigen Qualitätsjournalismus auch über die Schweiz hinaus". Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei "eine Klammer für den gesellschaftlichen Zusammenhalt", sagte Wilhelm.

Bei der Volksabstimmung hatte am Sonntag eine deutliche Mehrheit der Schweizer gegen die sogenannte "No Billag"-Initiative votiert. Das Ergebnis der Abstimmung war auch in Deutschland mit Spannung erwartet worden, da die Rundfunkgebühren auch hierzulande umstritten sind.

Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage, die für die "Bild am Sonntag" durchgeführt wurde, würden auch 64 Prozent der Deutschen gerne wie in der Schweiz über die Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abstimmen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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