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Florence Kasumba über ihre Kindheit im Ruhrpott und Rassismus im Alltag

Archivmeldung vom 25.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: "obs/TERRITORY"
Bild: "obs/TERRITORY"

Ihre Rolle im Film "Black Panther" machte sie zum Hollywoodstar. Ab dem 3. Februar wird Florence Kasumba die neue "Tatort"-Kollegin von Maria Furtwängler. Dass sie die Rolle bekommen hat, sieht Kasumba als Zeichen einer Zeitenwende an: "Es ist schön, dass man sich jetzt traut, eine dunkelhäutige Kommissarin ermitteln zu lassen", erklärt sie im Titelinterview mit DB MOBIL.

In ihrer Jugend habe ihr das gefehlt: "Um ein dunkelhäutiges Model auf dem Titel einer Frauenzeitschrift zu sehen, musste ich amerikanische oder britische Zeitschriften kaufen. Und so etwas prägt einen, wie Fernsehen." Damals im Ruhrpott sei es schwer gewesen, nicht wie die anderen zu sein: "Ich wollte dazugehören, das wünscht sich ja jeder Teenager. Ich habe diesen runden Hintern, der, wie ich jetzt weiß, ein normaler afrikanischer Hintern ist. Damals wurde mir gesagt, ich hätte eine Fehlstellung. Ich musste zum Sonderturnen. Ich dachte immer, mit mir würde etwas nicht stimmen."

Kasumba lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin. Sie werde immer noch gefragt, warum sie so gut Deutsch spreche, erzählt die 42-Jährige im Magazin der Deutschen Bahn. Das sei eine Frage, die sie nerve: "Man darf nicht davon ausgehen, dass jemand, der so aussieht wie ich, nicht gebildet ist. Das muss man sich einfach mal abgewöhnen."

Quelle: TERRITORY (ots)

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