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Handy, Tablet und Co verfälschen Einschaltquoten

Archivmeldung vom 14.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
TV: Publikum schaut oft nur auf dem Mobilgerät. Bild: K.-Heinz Laube/pixelio.de
TV: Publikum schaut oft nur auf dem Mobilgerät. Bild: K.-Heinz Laube/pixelio.de

Traditionelle Einschaltquoten für Primetime-TV und jene zu anderen Spielzeiten fallen mittlerweile eher gering aus. Schuld daran hat laut dem US-Researcher Nielsen die Tatsache, dass immer weniger Zeit vor den klassischen Fernsehgeräten verbracht wird. Stattdessen werden vom Publikum mobile Geräte stark präferiert - und auch benutzt. Das verfälscht gemessene Einschaltquoten erheblich.

"Mit den digitalen Medien findet die Erfolgsgeschichte TV nicht ihr Ende, sondern eine logische Fortsetzung: Denn Bewegtbild-Werbeflächen im Internet und mobil sind ebenso begehrt wie im TV. Videos zählen zu den beliebtesten Medieninhalten im Internet. Wir konzentrieren uns daher auf professionelle Inhalte auf allen Kanälen. Denn auch online und mobil sind vor allem professionelle und qualitativ hochwertige Inhalte gefragt", erklärt Gerald Neumüller, Direktor von Research SeveOne Media, auf Nachfrage von pressetext.

TV im Strukturwandel

Durchschnittliche Messungen im diesjährigen Herbst haben ergeben, dass die Einschaltquoten zur Primetime deutlich gesunken sind. Laut Nielsen-Präsident Steve Hasker liegt dies nicht etwa an einem schlechten Angebot, sondern daran, dass die Zuschauer immer weniger über ihre TV-Geräte auf die Sender zugreifen - und das lieber auf flexiblerem Weg, mittels Mobilgeräten.

Wegen dieser grundlegenden Veränderung des Fernsehmarktes musste Nielsen seine Auswertungsmethoden für Einschaltquoten neu durchdenken und ändern. Immer seltener werden Shows am Fernsehgerät gesehen. Schuld an dieser Veränderung hat unter anderem die im TV festgelegte Zeitvorschrift, die Zuschauer mittlerweile nicht mehr gerne hinnehmen wollen, sondern lieber für sich selbst entscheiden, wann sie etwas sehen möchten.

Bessere Messmethoden

Mit dem rasant wachsenden Angebot von Internetplayern der Sender ist der Medienkonsument überwiegend selbst Herr über Play- und Stopfunktion. Pausen sind immer möglich. Des Weiteren sind Werbeanzeigen oft unauffälliger gestaltet als in Realtime am Fernseher. In vielen Haushalten gibt es mittlerweile nicht einmal mehr einen klassischen TV-Apparat.

Seit diesem Jahr führt Nielsen seine Messungen für Einschaltquoten auch an anderen Endgeräten durch. Das Unternehmen will in Zukunft noch stärker mit der TV-Industrie kooperieren, um genauer festzustellen, welche Messergebnisse zu den traditionellen Einschaltquoten zählen dürfen. Diese Auskünfte bleiben nämlich eine wichtige Informationen über die Interessenlage der Zuschauer und entscheiden darüber hinaus über das Programm.

Quelle: www.pressetext.com/Sabrina Manzey

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