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Julia Neigel hatte "Blackout beim größten Hit "Schatten an der Wand""

Freigeschaltet am 22.09.2022 um 06:30 durch Sanjo Babić
Julia Neigel mit Reinhard Petereit bei einem Auftritt von Silly (2022)
Julia Neigel mit Reinhard Petereit bei einem Auftritt von Silly (2022)

Foto: Paulae
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Als "Jule Neigel" gelang der Sängerin mit der tiefen rauchigen Stimme 1988 mit dem Song "Schatten an der Wand" der nationale Durchbruch. Seitdem hat Julia Neigel, wie sie sich heute nennt, mehr als 2 Millionen Alben verkauft und mehrere tausend Konzerte gegeben.

Dienstagabend war sie zu Gast bei "Knapp Daneben" im Kleinen Sendesaal des rbb. Bei dem Musik & Talk-Format von rbb 88.8, der Berliner Landeswelle des rbb, begleitet Moderator und Gastgeber Heiner Knapp jeweils einen Künstler oder eine Künstlerin live am Klavier. Im Gespräch erzählt Julia Neigel, dass sie ihren Hit "Schatten an der Wand" seit der Veröffentlichung sechs- bis siebentausend Mal gesungen hat - doch einmal bleibt unvergessen:

"Ich hatte tatsächlich mal bei diesem Lied einen Blackout. Da stand ich dann auf der Bühne. Ich weiß nicht mehr genau, wo, ich weiß nur, ich bekam ein knallrotes Gesicht, das war das erste und das letzte Mal, dass ich knallrot angelaufen bin. Und dann bin ich in völliger Verzweiflung die Bühne runtergelaufen zu einem Fan und hab gesagt: Hilf mir. Und der hat's gesungen, der hat dann den Text gesungen und dann war ich nach einem Satz wieder drin."

Musikalisch inspiriert hat Julia Neigel die Berliner Sängerin Nina Hagen, gesteht sie bei "Knapp Daneben": "Das war das Erste, was ich in deutscher Sprache hörte, was mich vollkommen geflasht hat. Ich war einfach gethrillt von dieser Fähigkeit, Texte so zu singen. Sie ist eine großartige Sängerin, und dann habe ich es eben selbst mal versucht. Und ich habe meinen ersten Text geschrieben mit 17. Das war "Schatten an der Wand". Früher hat man ja alles mit der Hand geschrieben und ich habe heute noch diese Textbücher. Letztens habe ich die mal wieder aufgeklappt. Und dann siehst Du: Durchgestrichen, durchgestrichen, draufgeschrieben, durchgestrichen. Das ist ein solches Chaos, bis dann irgendwann auch so ein Text steht. Das siehst Du natürlich nicht, wenn Du das mit dem Computer machst."

Heute schreibt Julia Neigel ihre Texte wieder mit der Hand. Sie auf dem Computer zu tippen, ist ihr "zu kalt, zu distanziert, zu emotionslos", erzählt sie. Seit 2019 ist die Frau mit einem Stimmumfang von mehr als drei Oktaven Gast-Sängerin bei Silly und steht bei den Kult-Ostrockern auch live am Mikro.

Quelle: rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg (ots)

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