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Jonas Nay lernte mit einer Opernsängerin Schwäbisch

Archivmeldung vom 21.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Jonas Nay (2016)
Jonas Nay (2016)

Foto: 9EkieraM1
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Schauspieler Jonas Nay (29) hat für seine Rolle als schwäbischer Auswanderer Fidelis Waldvogel im ARD-Zweiteiler "Der Club der singenden Metzger" (Ausstrahlung am 27.12.) Schwäbisch mit einer Opernsängerin gelernt. Weil er als Lübecker die Mundart nicht beherrschte, habe er die Rolle eigentlich nicht bekommen sollen, berichtete Nay der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Nay weiter: "Aber ich habe gesagt: Gebt mir eine Chance. Ich kenne aus Hamburg eine Opernsängerin, die Schwäbisch spricht, die habe ich gefragt, ob sie mir schon fürs Casting Szenen beibringt."

Schwäbisch habe er dann gelernt wie eine Fremdsprache: "Wie jemand, der auf Englisch singt, obwohl er's nicht versteht. Franziska Aigner, die Casterin, ist selbst Schwäbin, das war für mich die Feuerprobe. Offenbar habe ich sie überzeugt." Auch während der Dreharbeiten arbeitete Nay noch am schwäbischen Zungenschlag: "Ich war mit Gabriele Rossmanith, der Opernsängerin, immer per Whatsapp verbunden für den Fall, dass sich eine Szene ändert oder ich improvisieren muss. So einen Dialekt wirklich zu sprechen wäre für mich eine Lebensaufgabe."

In der Romanverfilmung spielt Nay einen schwäbischen Metzger, der nach dem Ersten Weltkrieg notgedrungen in die USA auswandert, weil er in der Heimat keine Perspektive für sich und seine Familie sieht. Und er glaubt, dass sich durch den Film der Blick auf Wirtschaftsflüchtlinge verändern könnte: "Er bietet die Chance, mit einem Deutschen aus dieser Zeit auf seiner Suche nach einer neuen Heimat, einem neuen Zuhause eine empathische Verbindung einzugehen. Vielleicht gibt das den Zuschauern noch mal eine neue Perspektive - nicht nur auf die Menschen, die gerade als Einwanderer zu uns kommen, sondern auch darauf, dass vielleicht in ein paar Jahren wir wieder diejenigen sein könnten, die irgendwohin flüchten wollen."

Erst nach den Dreharbeiten habe er auch den Auftrag bekommen, die Filmmusik für den "Club der singenden Metzger" zu schreiben, berichtete Nay weiter: "Ich hatte während der Dreharbeiten mitbekommen, dass unser Regisseur Uli Edel nicht vollends glücklich mit den Layouts war, die er so hatte. Er wollte gerne eine Musik haben, die sich mit fortschreitender Handlung immer mehr amerikanisiert - genauso wie die Charaktere. Mein Kompositionspartner David Grabowski hatte damals eine Filmmusik für einen ZDF-Herzkino-Film gemacht, der am Yukon spielte. Wir hatten also schon ganz viele amerikanische Elemente wie Bluegrass, Banjo und Fiddle, die ich Uli Edel während des Drehs immer wieder unkommentiert und mehr aus Spaß gezeigt habe. Irgendwann sagte er: ,Das ist wirklich super'. Ich hab mich wohl so in seinen Ohren festgesetzt, dass die Produzentin nach dem Dreh anrief, ob ich denn wirklich Zeit dafür hätte und sie uns wirklich gerne als Komponisten haben würden."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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