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Jazzmusiker Till Brönner: Radio zerstört die kulturelle Vielfalt

Archivmeldung vom 20.02.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Till Brönner auf der Bühne (2008)
Till Brönner auf der Bühne (2008)

Foto: Mifter
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Jazzmusiker Till Brönner macht die Radiostationen für die abnehmende musikalische und kulturelle Vielfalt in Deutschland verantwortlich. "Musikalische und kulturelle Vielfalt hat es heute in Deutschland schwer", klagt der international gefragte Künstler im Interview mit dem "Handelsblatt".

"Unser Problem ist das Formatradio. Die Stücke müssen ins Programmschema, in die richtige Schublade passen, sonst werden sie nicht gespielt." Die Zeiten, wo ein Radiomoderator sich sich getraut habe, ganz persönlich einen Künstler oder einen Song zu empfehlen, seien lange vorbei. "Überraschungen werden dem Publikum nicht mehr zugemutet, du steigst ins Auto und hörst den Song, den du morgens auch schon gehört hast", so Brönner. Musik müsse sich in Sekunden erschließen, sonst werde sie nicht mehr gespielt.

Brönner, der als Dozent für Jazzmusik arbeitet und auch schon als Juror in der TV-Casting-Show "X-Faktor" aufgetreten ist, sorgt sich deswegen um die Chancen des Nachwuchses. Es gehe in den Bereich der Fahrlässigkeit, heute Jazz zu studieren, wenn man nicht unbedingt für die Musik geschaffen sei. "Wir bilden meist Lemminge aus, die wir hinterher über die Klippe schubsen und sagen: Sieh‘ selber zu, wie du klarkommst."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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