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Film "Everest" erzürnt Vietnam mit Seegrenzen

Archivmeldung vom 15.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"Everest": Film nun in Vietnam verbannt.
"Everest": Film nun in Vietnam verbannt.

Bild: dreamworks.com

Die Regierung von Vietnam hat den Animationsfilm "Everst - Ein Yeti will hoch hinaus" verbannt. In dem von DreamWorks Pictures produzierten Streifen bestätigt eine Szene die umstrittenen Grenzansprüche Chinas im Südchinesischen Meer. Vietnam wirft dem Studio deshalb einen Kniefall vor der Politik der Volksrepublik vor und hat den Film aus allen Kinos des Landes entfernt.

Chinas Gebietsanspruch bestätigt

"Wir werden dem Film die Lizenz entziehen", zitiert die Zeitung "Thanh Nien" den vietnamesischen Minister für Kultur, Sport und Tourismus, Ta Quang Dong. Die Verärgerung der Regierung ist in einer Szene aus "Everest" begründet, in der eine Karte zu sehen ist, auf der ein großes Gebiet im Südchinesischen Meer als zu China gehörend eingezeichnet ist. Diesen Bereich beansprucht die Volksrepublik für sich, was jedoch von anderen südostasiatischen Nationen, die in seiner Nähe liegen, vehement bestritten wird.

Bei Everest handelt es sich um einen familienfreundlichen Animationsfilm, der die Geschichte von drei Teenagern erzählt, die mit einem jungen Yeti namens Everest durch das Himalaya-Gebirge reist, um diesen mit seiner Familie wiederzuvereinen. Der Film lief bereits am 4. Oktober in Vietnam an, erst jetzt haben die Behörden den Stein des Anstoßes gefunden und den Film wieder aus den Kinos entfernt.

US-Medien der Anbiederung beschuldigt

Die Darstellung des chinesischen Hoheitsgebiets ist laut dem "Hollywood Reporter" vermutlich kein Zufall, da Everst von dem chinesischen Pearl Studio koproduziert wurde, das zum Medienkonzern China Media Capital gehört. Die chinesische Regierung finanziert das Medienkonglomerat mit. Die US-Medienindustrie stehen seit Kurzem in der Kritik, sich zu sehr an China anzubiedern.

Beispielsweise hat die Animationsserie "South Park" in einer Episode Chinas Einfluss in Hollywood parodiert, was dazu geführt hat, dass die gesamte Serie in der Volksrepublik verbannt wurde. Auch die Videospielindustrie steht in der Kritik. Entwicklerstudio Blizzard Entertainment hat kürzlich einem E-Sport-Spieler, der einen "Hearthstone"-Wettbewerb gewonnen hatte, den Sieg entzogen, nachdem er seine Unterstützung für die Hongkong-Proteste öffentlich verkündet hatte. Diese Entscheidung hat Blizzard wegen heftiger Kritik wieder rückgängig gemacht.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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