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Jan Josef Liefers: "Wenn eine der Nebenfiguren aus dem Münster-'Tatort' aussteigt, ist für uns alle Schluss!"

Archivmeldung vom 10.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Jan Josef Liefers (2010)
Jan Josef Liefers (2010)

Foto: Siebbi
Lizenz: CC-BY-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Indizien sprechen für sich: Der Münster-"Tatort" mit Jan Josef Liefers als schrulligem Rechtsmediziner Prof. Boerne und Axel Prahl als Hauptkommissar Frank Thiel ist Deutschlands Lieblingskrimi. In seinen Anfängen im Jahr 2002 verunsicherte der Comedy-"Tatort" die Zuschauer noch etwas, heute schlagen Liefers und Prahl sogar Til Schweiger. Die neueste Episode mit dem Titel "Die chinesische Prinzessin" zeigt Das Erste am 20. Oktober um 20.15 Uhr.

Exklusiv in TV DIGITAL (EVT: 11. Oktober 2013) verrät Jan Josef Liefers, warum er in dieser Episode Sex auf dem Seziertisch hatte. Und der beliebte Darsteller sagt auch, welche Kritik am Münster-"Tatort" er am ehesten nachvollziehen kann: "Wenn es uns passiert, dass wir mit der Wurst nach der Speckseite werfen, es zu übermütig wird. Wenn es sich biegt, ist es komisch. Wenn es bricht, ist es nicht komisch."

Liefers hat bereits 13-mal bei echten Obduktionen zugeschaut: "Das ist eine faszinierende Sache. Hinterher weiß man alles über die Toten, nur nicht, was für Menschen sie waren." Sein eigenes Verhältnis zum Sterben und zum Tod beschreibt er so: "Sämtliche Konzepte von Paradies bis Wiedergeburt haben etwas Fantastisches. Ich halte alles für möglich, ohne daran zu glauben - so wie man eine gute Story mag."

In "Die chinesische Prinzessin" landet Professor Boerne als Mordverdächtiger im Gefängnis und muss dort ordentlich leiden, weil er Prügel einsteckt. In TV DIGITAL sagt er, was er über körperliche Gewalt denkt: "Ich habe Prügel schon immer gehasst und meistens vermieden. Ich bin aber auch schon ausgerastet und kann mich ganz gut wehren. Zuletzt habe ich nachts einem fremden Mann eine eingeschenkt, der nicht aufhörte, auf eine angetrunkene Frau einzuschlagen. Der Mann saß dann verdutzt auf dem Boden - und die Frau ging auf mich los, warum ich mich in fremde Angelegenheiten einmischen würde."

Zu guter Letzt bestätigt Liefers, dass für ihn Schluss wäre mit dem "Tatort", sofern eine der Nebenfiguren ausstiege: "Wenn die nikotinsüchtige Staatsanwältin, die kleine Alberich oder der kiffende Taxifahrer-Vater den Hut an den Nagel hängt, ist für uns alle Schluss - das stimmt wirklich."

Quelle: TV DIGITAL (ots)

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