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"New York Times"-Chefredakteur: Mohammed-Karikaturen "unnötige Beleidigung"

Archivmeldung vom 24.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
New York Times Building
New York Times Building

Foto: Haxorjoe
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Chefredakteur der "New York Times", Dean Baquet, hat seine Entscheidung verteidigt, die Mohammed-Karikaturen der französischen Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" nicht abzudrucken: "Diese Art von Humor ist eine unnötige Beleidigung", sagte Baquet im Interview mit dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Der Humor erfülle "nicht die Standards der `Times`".

Ein großer Teil der Leser seien "Menschen, die sich durch Satire über den Propheten Mohammed beleidigt fühlen würden", so Baquet. "Dieser Leser, um den ich mich kümmere, ist kein IS-Anhänger, sondern lebt in Brooklyn, hat Familie und ist streng gläubig. Wenn wir diese Leser vergessen, machen wir einen großen Fehler."

Baquet weiter: "Wirklichen Mut beweisen Nachrichtenorganisationen dort, wo es darum geht, zu berichten. Sei es, Reporter zu haben, die über den IS recherchieren, nach Bagdad reisen oder über den Afghanistan-Krieg berichten."

Baquet äußerte sich in dem Gespräch zudem selbstkritisch zu neuen digitalen Konkurrenten wie BuzzFeed und anderen: "Wir waren arrogant, um ehrlich zu sein. Wir haben auf unsere neuen Konkurrenten herab geblickt", erklärte Baquet. Thema des Gesprächs war auch die Entscheidung des Whistleblowers Edward Snowden, seine Enthüllungen über die NSA nicht in der "New York Times" zu veröffentlichen. Das habe ihm "sehr, sehr, sehr weh getan", sagte Baquet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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