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Hannes Jaenicke: Umweltproblem basiert auf Informationsdefiziten

Archivmeldung vom 26.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Hannes Jaenicke (2013), Archivbild
Hannes Jaenicke (2013), Archivbild

Foto: Morning Sunshine
Lizenz: CC BY 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Schauspieler und Umweltaktivist, Hannes Jaenicke, sieht das Problem mit dem Plastikmüll bei einem Mangel an Informationen. "Jedes Umweltproblem basiert auf einem Informationsdefizit", sagte Jaenicke dem Nachrichtensender n-tv. "Ich glaube, die meisten Verbraucher haben keine Ahnung was Plastik anrichtet", so Jaenicke weiter. "Wir verlieren Arten, ich meine, jeder findet Orkas toll, Delfine süß und Wale sowieso", so der Umweltaktivist. Neuerdings, habe man ja festgestellt, dass "selbst der Mensch Plastik in seinem System" habe. "Wir produzieren Kosmetikartikel mit Mikroplastik."

Das sei einfach ein Informationsdefizit. "Dass man sich gedankenlos einen Coffee-to-go Becher holt und vergisst, dass das pro Stunde in Deutschland 380.000 Mal passiert", so der Schauspieler. Und Deutschland sei kein Vorreiter. "Wir sind, was Plastik betrifft, eine finstere Bananenrepublik", so Jaenicke. Uganda habe die Plastiktüte 2009 verboten und in Kenia würde man verh aftet werden, wenn man mit einer Plastiktüte über die Straße laufe. "Deutschland als Vorreiter zu sehen ist ein Witz, wir sind da unglaublich weit hinterher, es gibt kaum ein Land, wo so wenig passiert", so der Schauspieler. Man brauche eine Plastiksteuer. Einwegplastik müsse verboten oder so hoch besteuert werden, dass er vom Markt verschwindet. Man müsse ganz am Ende anfangen "bei der Plastikproduktion und beim Verbrauch durch den Konsumenten", da müsse die Industrie umdenken, so Jaenicke weiter. "Aber es passiert erst wirklich etwas, wenn der Leidensdruck steigt und der ist eben noch nicht hoch genug", so der Schauspieler und Umweltaktivist.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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